453 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Einwohner im Jahr 2008

02.02.2010 | Wiesbaden
Das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2008 insgesamt 37,2 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Das entspricht rein rechnerisch 453 Kilogramm je Einwohner. 2007 waren es noch 37,4 Millionen Tonnen oder 454 Kilogramm pro Einwohner gewesen.

Das Abfallaufkommen von 453 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2008 setzte sich vorallem zusammen aus rund 202 Kilogramm Haus- und Sperrmüll, 143 Kilogramm Wertstoffen und knapp 107 Kilogramm Bioabfällen.

Mit 20,5 Millionen Tonnen sammelten die Haushalte mehr als die Hälfte aller Abfälle (55%) im Jahr 2008 getrennt. Davon waren 8,7 Millionen Tonnen organische Abfälle und 11,7 Millionen Tonnen getrennt erfasste Wertstoffe, insbesondere Papier, gemischte Verpackungen inklusive Leichtverpackungen und Glas. Der in den letzten Jahren bei den getrennt gesammelten Abfällen beobachtete Anstieg des Aufkommens an organischen Abfällen (Biotonne) setzte sich im Jahr 2008 nicht weiter fort; das Aufkommen stagnierte auf dem Vorjahresniveau. Die Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe sank von rund zwölf Millionen Tonnen im Jahr 2007 auf 11,7 Millionen Tonnen im Jahr 2008. Den höchsten Anteil an diesem Wertstoffaufkommen hatte das Altpapier (Zeitschriften, Zeitungen, Kartons und Ähnliches) mit sechs Millionen Tonnen. Danach folgten mit 2,5 Millionen Tonnen die gemischten Verpackungen (Leichtverpackungen, Verbunde), die über die gelben Tonnen/Säcke oder auch über Wertstoffhöfe eingesammelt wurden, sowie Glas mit 1,9 Millionen Tonnen.

Die Menge der nicht getrennt gesammelten, sondern gemischt erfassten Abfallfraktionen Haus- und Sperrmüll lag im Jahr 2008 bei 16,5 Millionen Tonnen (45% aller Abfälle). Dabei war im Gegensatz zu den letzten vier Jahren erstmals wieder ein leichter Anstieg der Abfallmenge zu beobachten. Er betrug von 2007 auf 2008 gut 0,1 Millionen Tonnen.

Quelle: Pressemeldung Statistisches Bundesamt

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