Ausgeglüht: Glühlampen-Verbot gibt Signal zum Stromsparen
Die gestrige Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten, Glühlampen bis 2012 schrittweise vom Markt zu nehmen, gibt laut Deutscher Energie-Agentur GmbH (dena) ein wichtiges Signal zum Stromsparen. Denn Glühlampen verbrauchen unnötig viel Strom und können heute einfach durch effizientere Produkte wie Energiesparlampen oder so genannte LED (Licht emittierende Dioden) ersetzt werden. Energiesparlampen senken den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent und werden für alle gängigen Lampenformen und Lichtfarben angeboten. Wer beispielsweise von einer 60-Watt-Glühlampe auf eine ebenso helle 11-Watt-Energiesparlampe umsteigt, spart über die Lebenszeit der Energiesparlampe schon fast 100 Euro* Stromkosten.
"Wer Geld und Energie sparen will, sollte nicht warten bis das Verbot in Kraft tritt, sondern sofort mit dem Austausch der Lampen beginnen", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.
Die von der EU-Kommission vorgelegte und den EU-Mitgliedsstaaten beschlossene Verordnung sieht vor, bereits ab September 2009 alle Glühlampen mit matten Glaskolben sowie 100-Watt-Glühlampen mit klaren Glaskolben aus den Regalen zu verbannen. Schrittweise sollen dann - abhängig vom Stromverbrauch - weitere Glühlampenmodelle vom Markt genommen werden, bis sie im Jahr 2012 bis auf wenige Spezialanwendungen vollständig verboten werden. Bevor die Mitgliedsstaaten das Glühlampenverbot umsetzen können, müssen das EU-Parlament und der EU-Rat noch zustimmen. Die Verordnung gehört zu einer Reihe von Gesetzesinitiativen, mit denen die EU den Energieverbrauch und damit auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Europa reduzieren möchte.
Die Initiative EnergieEffizienz wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und den Unternehmen der Energiewirtschaft - EnBW AG, E.ON AG, RWE AG und Vattenfall Europe AG - getragen und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
*Annahmen: Strompreis von 20 Cent/kWh, Lebensdauer der Energiesparlampe 10.000 Stunden.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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