BP spült Unterwasserkomponenten am Bohrloch MC252 vor Druckprobe

18.08.2010 | Bochum
Unter der Leitung und mit Genehmigung des Einsatzzentrums Unified Area Command hat BP damit begonnen, am Bohrloch MC252 Bohrschlamm und Kohlenwasserstoffe aus dem Abdichtzylinder und dem Original-Blowout Preventer (BOP) sowie dem damit verbundenen, so genannten 'Lower Marine Riser Package' (LMRP) der Bohrinsel Deepwater Horizon zu spülen.

Dieser Spülvorgang erfolgt in Vorbereitung einer Druckprobe, mit der die Elemente des auf dem BOP installierten Abdichtzylinders unter Umgebungsdruck geprüft werden.

Die Arbeiten wurden am Mittwochnachmittag aufgenommen und umfassen folgende Schritte:

  • Vom Bohrschiff Discoverer Enterprise wird ein Gestängerohr hinab gelassen und oben auf dem Abdichtzylinder befestigt.
  • Der mittlere Absperrschieber des Abdichtzylinders wird geöffnet.
  • Über die Bohrinsel Q 4000 wird eine Art 'Frostschutzmittel' in die Verteilereinheit am Meeresboden und von dort über Schlauchverbindungen in die so genannten 'Choke and Kill Lines' des BOP gepumpt. Diese für die Spülung eingesetzte Flüssigkeit wird innerhalb des Systems verbleiben und über das Gestängerohr auf die Discoverer Enterprise gepumpt.
  • Nach Abschluss des Spülvorgangs wird der Absperrschieber wieder geschlossen.

Im Anschluss an eine erfolgreiche Spülung der Unterwasserkomponenten wird BP eine Druckprobe unter Umgebungsdruck durchführen, um damit den sicheren Zustand des Bohrlochs zu verifizieren. Dieser Test wird über 48 Stunden erfolgen und damit über einen Zeitraum laufen, der doppelt so lang ist wie der Zeitaufwand, der benötigt wird, um den Original-BOP zu entfernen und durch den BOP zu ersetzen, der vom Bohrschiff Transocean Development DrillerII (DDII) an der zweiten Entlastungsbohrung eingesetzt worden ist.

In der Annahme, dass der o. g. Test erfolgreich verlaufen wird - und in Übereinstimmung mit den Vorgaben des US-Einsatzleiters - bereitet sich die DDII darauf vor, den BOP am Bohrloch MC252 zu installieren. Bevor das Bohrschiff dafür seine derzeitige Position verlässt, wird die DDII ein Sicherungselement (storm packer) in die zweite Entlastungsbohrung einsetzen.

Quelle: Pressemeldung Deutsche BP AG

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