Bundesregierung begrüßt Nachweismethode für Algengifte in Muscheln ohne Tierversuche
Das deutsche Referenzlabor war an der Entwicklung dieser Methode maßgeblich beteiligt. Algengifte in Muscheln gehören zu den stärksten bekannten biologischen Giften. Das EU-Lebensmittelhygienerecht enthält daher Höchstgehaltsregelungen für eine Reihe von Algengiften sowie Vorschriften zu den zugelassenen Nachweismethoden.
Für bestimmte marine Biotoxine wurde in der Europäischen Union (EU) seit 1991 der so genannte Maus-Bioassay als Referenzmethode vorgeschrieben, das heißt ein Toxinnachweis mit Hilfe von Tierversuchen. Dabei wird Mäusen ein Extrakt aus dem zu untersuchenden Muschelgewebe in die Bauchhöhle injiziert. Der Tod der Mäuse gilt als Nachweis der fraglichen Biotoxine.
Die neue Nachweismethode macht Tierversuche entbehrlich und stellt zugleich eine Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes dar. Die bisherigen Tierversuche waren ungenauer und mit ihnen wurde vorhandenes Muschelgift nicht immer entdeckt. Zudem ist der Maus-Bioassay auch im Hinblick auf den Tierschutz nicht vertretbar, da alternative chemisch-physikalische Nachweisverfahren zur Verfügung stehen.
Die Mitgliedstaaten haben der neuen Methode in der Sitzung des Ständigen Ausschusses der EU für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit am 17. November 2009 mehrheitlich zugestimmt. Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dass der vom Europäischen Referenzlabor noch durchzuführende Validierungsprozess zeitgerecht und erfolgreich abgeschlossen wird, so dass die Regelung zu der neuen Methode 2010 in Kraft treten kann.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Dieser Beitrag wurde bisher 87 mal gelesen.
(Rang 361 auf umweltschutz-infos.de)
Weitere News
Gut für Umwelt und Geldbeutel
19.12.2011 | Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten für ein Haus nicht nur ein Bereich, der sehr viel...
weiter in Gut für Umwelt und Geldbeutel ...Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf
18.11.2011 | Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis verbessern
weiter in Klimawandel und Extremereignisse ...Reißfest, wasserdicht und kompostierbar: die Biomülltüte aus Ecovio
15.11.2011 | Bioabbaubarer Kunststoff hat sich im Praxistest bewährt
weiter in Reißfest, wasserdicht und ...Stabile Rahmenbedingungen für spanischen Solarmarkt gefordert
18.10.2011 | 5. spanische Solarkonferenz der Solarpraxis AG geht erfolgreich zu Ende
weiter in Stabile Rahmenbedingungen für ...Kontrollen für Lebensmittel aus Japan ausgeweitet und bis Ende September 2011 EU-weit verlängert
26.05.2011 | Zehn Wochen nach dem schweren Erdbeben und der Reaktorkatastrophe in Fukushima haben sich die Mitgliedstaaten...
weiter in Kontrollen für Lebensmittel aus ...Aktuelles
BASF treibt mit neuer globaler Geschäftseinheit Batterie- Aktivitäten für Elektromobilität voran
Neue Geschäftseinheit "Battery Materials" führt...
weiter ...Neuigkeiten
Gut für Umwelt und Geldbeutel
Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten...
weiter ...Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf
Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis...
weiter ...Weitere Themen
Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung: Wir brauchen einen neuen Aufbruch
Am 28. und 29. Oktober 2011 haben der Parlamentarische...
weiter ...Archiv
Was bringen umweltfreundliche Mobiltelefone?
Fast täglich werden immer wieder neue Handys und Smartphones...
weiter ...Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...
weiter ...Verschiedenes
Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom
pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten...
weiter ...Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA
Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet,...
weiter ...
