Bundesregierung erhöht Atomrisiken und spaltet Gesellschaft
Die Bundesregierung will die Laufzeiten der Atomkraftwerke durchschnittlich um zwölf Jahre verlängern. Anlagen, die bis 1980 erbaut wurden, sollen acht Jahre länger am Netz bleiben, jüngere Meiler wie der Schrottreaktor Krümmel sogar 14 Jahre zusätzlich. Damit verschiebt sich der Ausstieg aus der Atomenergie - je nach Stillstandszeiten der Reaktoren - bis über das Jahr 2040 hinaus. Dadurch steigt das Risiko schwerer Atomunfälle. Außerdem wird noch mehr Atommüll produziert, für den es bis heute keine Lagermöglichkeiten gibt. Eine Laufzeitverlängerung behindert zudem massiv den Ausbau erneuerbarer Energien.
Profiteure dieses neuen atompolitischen Kurses sind allein die vier großen Energiekonzerne RWE, Vattenfall, E.on und EnBW. Ihnen spült die Regierung mit der Laufzeitverlängerung Milliardengewinne in die Kasse.
Die schwarz-gelbe Koalition stellt sich mit ihrer Atompolitik voll auf die Seite der Atomwirtschaft und ignoriert die Mehrheit der Bevölkerung, die den Ausstieg aus der Atomenergie will.
"Die Wut über diese einseitige und dreiste Politik zugunsten der Atom-Lobby wird noch mehr Menschen in den kommenden Wochen auf die Straßen treiben. Dieses Energiekonzept darf niemals umgesetzt werden. Wer im Interesse weniger Konzerne die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel setzt, gehört politisch abgestraft", sagt Seifert.
Die Anti-Atom-Bewegung hat bereits Demonstrationen am 18. September in Berlin und Anfang November - wenn die nächsten Castortransporte ins Wendland rollen sollen - in Dannenberg angekündigt. Für den 23. Oktober ist ein dezentraler CASTOR-Strecken-Aktionstag geplant. ROBIN WOOD-AktivistInnen werden sich an den Protesten beteiligen - für einen sofortigen Atomausstieg!
Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.
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