Delfin-Lagune Nürnberg: Steuerverschwendung für neuen Delfinfriedhof

13.11.2008 | Gerlingen
PETA kritisiert Ignoranz der Lokalpolitik

Während der Tiergarten Nürnberg mit dem aktuellen Spatenstich zur Delfin-Lagune im Tiergarten Nürnberg neuen Optimismus verkauft, spricht die Tierrechtsorga-nisation PETA Deutschland e.V. von Ignoranz und Versagen der Kommunalpolitik. Die Organisation kritisiert, dass mit dem Baubeginn der neuen Lagune der Großteil der Nürnberger Kommunalpolitikerinnen und –politiker alle Beweise, Fakten und Belege des seit 1971 andauernden Desasters der Nürnberger Delfinhaltung ignorierten und an der unwiderlegbaren Tierquälerei festhielten.

„Nürnberg verkaufte bereits den Bau des Delfinariums 1971 als Erfolg. Doch in Wirklichkeit war die Grundsteinlegung damals der Startschuss für eine bis heute andauern-de, oftmals tödlich endende Tierquälerei“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Dass die Nürnberger Kommunalpolitik weiterhin 31 Delfinleichen ignoriert und nun einen neuen Delfinfriedhof errichtet, zeugt von politischer Ignoranz.“

Die Todesstatistik:

Seit 1971 wurde das Nürnberger Delfinarium wegen andauernder Todesfälle und Aufzuchtmisserfolge dreimal umgebaut. Trotz angeblicher Verbesserungen und Modernisierung starben bis heute 69% der Tiere (31 von 45 Delfinen) frühzeitig. Von 21 ursprünglichen wild gefangenen Delfinen starben 61% (14 Delphine). Von insgesamt 21 Delfinbabys starben 81% der Babies frühzeitig.

„Obwohl alle Politikerinnen und Politiker unsere Dokumentation erhielten, in der wir weitere Unwahrheiten der Nürnberger-Delfinhaltung mit Fakten und Beweisen offenlegten, halten die Nürnberger Volksvertreter dennoch an diesem todbringenden Projekt fest“, so Frank Albrecht abschließend. „Für uns ist klar, hier werden Millionen von Steuergeldern in Tierquälerei investiert.“

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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