Deutsch-japanische Zusammenarbeit bei Green IT

25.06.2010 | Berlin
Deutsche und japanische Hightech-Firmen wollen enger bei Green IT und dem Kampf gegen den Klimawandel kooperieren. Der BITKOM und der japanische "Green IT Promotion Council" (GIPC) haben dazu ein Memorandum of Unterstanding abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht der Austausch von Informationen zu ITK-Produkten und -Lösungen, die die Energieeffizienz einer Volkswirtschaft erhöhen.

Insbesondere geht es um den Vergleich und Transfer von Best-Practise-Beispielen. Die Arbeit der Green IT Allianz, einer Initiative der deutsche ITK-Wirtschaft, soll hier einfließen. In der Green IT Allianz und dem GIPC haben sich jeweils IT- und Elektronik-Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Behörden zusammengeschlossen, um die Green IT Agenda der nächsten Jahre fortzuschreiben.

"Green IT bündelt die Antworten der Informationstechnologie auf die Zukunftsfragen des Klimaschutzes - japanische und deutsche Unternehmen sind dabei weltweit mit führend; daher markiert das MoU den Beginn einer wichtigen strategischen Partnerschaft für das Erreichen nationaler und internationaler Klimaziele", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. "Ich freue mich, dass BITKOM und GIPC sich auf ein Memorandum of Understanding geeinigt haben, und betrachte das Abkommen als wichtigen Schritt für eine globale Allianz von Green-IT-Aktivitäten", sagte Setsuhiro Shimomura, Chairman des GIPC und der Mitsubishi Electric Corporation. "Green-IT-Initiativen werden derzeit in vielen Ländern der Welt ins Leben gerufen. Um solche Aktivitäten voranzutreiben, ist eine internationale Kooperation aufgrund der global ausgerichteten ITK-Industrie sehr bedeutsam und effektiv", so Shimomura.

Klimaschutz und Wirtschaftswachstum bedingen nach Meinung der beiden Organisationen einander. ITK ist ein zentraler Baustein, um die internationalen und nationalen Klimaziele zu erreichen. Die intelligente Nutzung von moderner ITK spart CO2-Emissionen in anderen Branchen. ITK-Systeme entwickeln eine enorme Hebelwirkung auf die Energieeffizienz der gesamten Volkswirtschaft. Eine starke Stellung im Umweltschutz mit innovativen Technologien schafft Wachstum und Arbeitsplätze.

Die "Green IT Allianz" ist eine Initiative der ITK-Wirtschaft und ein zentrales Ergebnis des 3. Nationalen IT-Gipfels vom November 2008. Ihre wichtigsten Ziele sind: die politische und wirtschaftliche Agenda für Green IT weiterentwickeln, die Vorreiterrolle der ITK-Branche bei Green Technologies ausbauen, die Export-Chancen deutscher Technologieanbieter zu verbessern, die Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft zu verstärken. Gemeinsam will man die besten Technologien mit dem geringsten CO2-Ausstoß identifizieren und deren Entwicklung und Einführung beschleunigen.

Die "Green IT Allianz" wird unterstützt von einigen Forschungseinrichtungen, dem CIOcolloquium als Vereinigung der wichtigsten ITK-Anwender und unter anderem folgenden Unternehmen und Organisationen: Allianz, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Deutsche Telekom, Fujitsu Technology Solutions, Germany Trade and Invest, Hitachi Data Systems, Hewlett-Packard, IBM, IDS Scheer, Infineon, Intel, Microsoft, Nokia Siemens Networks, Ricoh, SAP, Software AG, Sun Microsystems.

Der japanische Green IT Promotion Council (GIPC) wurde am 1. Februar 2008 als Partnerschaft zwischen Industrie, Regierung und Forschung gegründet (www.greenit-pc.jp/e/). Die Regierung hatte die Green-IT-Initiative ins Leben gerufen, um wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz besser aufeinander abzustimmen. Im Juni 2010 hat der GIPC über 300 Unternehmen und Organisationen als Mitglieder.

Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.

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