Die Gewinner beim "Klima & Co" Schulwettbewerb stehen fest!
Umweltstaatssekretär Matthias Machnig verlieh heute in Berlin gemeinsam mit Dr. Uwe Franke, dem Vorstandsvorsitzenden der deutschen BP, die drei heiß ersehnten Preise bei Deutschlands höchstdotiertem Umwelt-Schulwettbewerb "Klima & Co": 50.000 Euro für das Schulteam, das die besten Klimaschutz-Ideen für seine Schule entwickelt hat, 30.000 Euro für den Zweit- und 20.000 Euro für den Drittplatzierten.
Es war ein packendes Finale: Die zehn besten aus über 140 Schulteams präsentierten ihre Ideen heute der finalen Jury aus Experten von Bundesumweltministerium, Öko-Institut, Germanwatch, Deutscher Städte- und Gemeindetag und deutscher BP. Die Entscheidung zwischen den ideenreichen und mit viel Engagement vorgetragenen Konzepten fiel den Juroren nicht leicht. Doch dann wurden folgende Sieger gekürt:
Klicken Sie auf die Namen der Schulen und besuchen Sie direkt den Webauftritt der einzelnen Sieger-Schulen.
1. Platz: Das Gymnasium bei St. Michael, 74523 Schwäbisch-Hall hat in seinem Konzept die höchste CO2-Einsparung, nämlich 716 Tonnen erarbeitet: Neue Heizungspumpen, Umstellung auf Ökostrom, überdachte Radabstellplätze und eine Schulradwegekonzept sowie Überzeugungsarbeit bei Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Autofahrern gehören zu den Vorschlägen.
2. Platz: Das Carl-Severing-Berufskolleg in 33607 Bielefeld erreicht eine Einsparung von 430 Tonnen CO2 durch Umrüstung von 300 Fahrzeugen auf Flüssiggas und Ausgleich der CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge durch den Kauf von Zertifikaten, eine schuleigene Gastankstelle und Fahrgemeinschaftszentrale sowie durch den Bau, Verleih und Vertrieb von Hybrid-Liegerädern.
3. Platz: Die Mittelschule Weißig in 01328 Dresden kommt auf 211 Tonnen CO2-Einsparung durch Sanierungsmaßnahmen, Wassersparen, Beleuchtungsoptimierung, Projektwochen zu umweltfreundlicher Mobilität und die Bevorzugung regionaler Klassenfahrten durch Verzicht auf das Flugzeug.
Die leer ausgehenden Teams erhielten u. a. vom Bundesumweltministerium eine Beratung über die Förderung von Klimaschutzprojekten, mit der auch sie ihre eingereichten Ideen umsetzen können.
Klima & Co ist eine Initiative der deutschen BP und des Zeitbild Verlags unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministers: Seit März 2008 hatten in zahlreichen Schulen in Deutschland Schüler und Lehrer im Rahmen von Klima & Co an Maßnahmen gegen Kohlendioxid getüftelt.
Gute Ideen liegen buchstäblich auf dem Schulhof, denn kaum irgendwo sonst ist es so leicht, Energie zu sparen: Schließlich verbrauchen die bundesdeutschen Schulen im Durchschnitt etwa 70 Prozent mehr Energie als andere kommunale Gebäude wie etwa Verwaltungsgebäude - da besteht nach Ansicht von Experten ein gewaltiges Sparpotenzial.
Beispiele aus Klima & Co: Eine Mitfahrzentrale mit dem Namen "Speed-Dating" soll dabei ebenso zum Klimaschutz beitragen wie die Einrichtung einer schuleigenen Gastankstelle oder die Anschaffung eines Pools von Pendler-Fahrrädern für den Weg zwischen Bahnhof und Schule. Andere Schulteams konzipierten die Errichtung eines kleinen Wasserkraftwerks, die Anpflanzung von 1.000 Bäumen zur Bindung von Kohlendioxid oder die Umstellung der Schulspeisung auf regionale Produkte. Mit viel Witz und Spürsinn kamen Projektteams den Strom- und Wärmefressern in ihren Schulen auf die Spur und machten fundierte Vorschläge zur Abhilfe.
Hier noch einmal die zehn Finalisten:
* Gymnasium bei St. Michael, 74523 Schwäbisch-Hall;
* Hegel-Gymnasium 70563 Stuttgart;
* Carl-Severing-Berufskolleg, 33607 Bielefeld;
* St.-Lioba-Schule, 61231 Bad Nauheim;
* Fichte-Gymnasium, 58091 Hagen;
* St.-Dominikus-Gymnasium, 76133 Karlsruhe;
* Mittelschule Weißig, 01328 Dresden;
* Berufskolleg Weingartstr., 41464 Neuss;
* Gymnasium Neutraubling, 93073 Neutraubling;
* Internatsschule 78343 Gaienhofen.
Gewinner des Wettbewerbs sind natürlich nicht nur die Schulen, die mit Hilfe der Preisgelder ihre Ideen an der Schule umsetzen können. Sondern jede teilnehmende Schule profitiert von den zu erwartenden Verbesserungsvorschlägen und den neu gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen der Teilnehmer.
Die Vorjury, bestehend aus Umwelt- und Technikfachleuten, u. a. aus dem Öko-Institut, dem Bundesumweltministerium, dem DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg, einem renommierten Ingenieurbüro sowie den Organisatoren Zeitbild-Verlag und deutsche BP, entschied im Vorfeld über die zehn kreativsten Vorschläge. Wenn sämtliche eingereichten Projekte realisiert würden, ließe sich an den teilnehmenden Schulen eine Kohlendioxid-Reduktion von insgesamt fast neuntausend Tonnen erzielen. "Kohlenfreeoxid" betitelte ein Team daher augenzwinkernd sein Projekt.
Quelle: Pressemeldung Deutsche BP Aktiengesellschaft
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