"Energy Efficiency Award" für Viessmann, SMA und Saigon TanTec
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle überreichte im Rahmen des WORLD ENERGY DIALOGUE einen der ersten Preise an die Viessmann Werke GmbH & Co KG für die energetische Optimierung eines bestehenden Produktionsstandorts. Über einen weiteren ersten Preis konnte sich die SMA Solar Technology AG für den Neubau einer CO2-neutralen Wechselrichterfabrik freuen.
Den zweiten Preis erhielt die Saigon TanTec Limited für den energieeffizienten Neubau einer Lederfabrik in Vietnam. Der brasilianische Aluminiumproduzent Alunorte wurde mit einem Anerkennungspreis für die Senkung des Energiebedarfs bei der Aluminiumherstellung ausgezeichnet. Der mit insgesamt 35.000 Euro dotierte "Energy Efficiency Award 2010" wurde im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe und der DZ BANK AG durchgeführt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
"Die prämierten Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und sich durch die Verbesserung der Energieeffizienz wichtige Kosten- und Wettbewerbsvorteile gesichert", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der dena Stephan Kohler. "Wer auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen will, ist gut beraten, den Energieverbrauch systematisch zu minimieren."
Bereits im Jahr 2005 haben die Viessmann Werke mit der energetischen Optimierung des Standorts Allendorf (Eder) begonnen. Dabei wurden im Rahmen eines strategischen Energiemanagements gezielt Energieeffizienzmaßnahmen geplant und umgesetzt. Basierend auf einer gründlichen Analyse der Energie-, Ressourcen- und Arbeitseffizienz wurde das über Jahre gewachsene Werk völlig neu ausgerichtet. Sowohl die technischen Anlagen als auch die Gebäudehüllen wurden energetisch modernisiert. Unter anderem wurde die Wärmerückgewinnung zentralisiert, um im Energieverbundsystem alle anfallenden Abwärmeströme nutzen zu können. Allein damit spart das Unternehmen pro Jahr rund 600.000 Euro Energiekosten.
SMA hat für ihre neue Wechselrichterfabrik ein Energiekonzept umgesetzt, das den Energiebedarf in der Produktion minimiert und die noch benötigte Energie aus erneuerbaren Energiequellen bereitstellt. Die Basis des Konzepts bilden die konsequente Ausnutzung der anfallenden Prozesswärme und der Einsatz energieeffizienter Technologien. So setzt das Unternehmen beispielsweise Leuchten mit besonders hohem Wirkungsgrad ein, die in Abhängigkeit vom verfügbaren Tageslicht geregelt werden. Die Beleuchtungsanlage ist bei SMA einer der größten Energieverbraucher, da in der Elektronikfertigung eine Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux notwendig ist. Insgesamt konnte das Unternehmen den Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Technologien um über drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr reduzieren.
Für eine neue Produktionsstätte in Vietnam hat Saigon TanTec ein integriertes Energie- und Umweltmanagement umgesetzt. Kernelement ist ein innovatives Benchmarking-Verfahren, in dessen Rahmen vorhandene firmeninterne und externe Benchmarks, zum Beispiel bezogen auf den Energieeinsatz pro Werkstück, mit der eigenen Produktion verglichen werden: Für einen Quadratmeter Leder setzt Saigon TanTec nur durchschnittlich 33 Megajoule Energie ein. Der Branchenstandard liegt bei zirka 52 Megajoule. Der Energiebedarf wurde unter anderem mithilfe von Optimierungen der Gebäudehülle, der Beleuchtungs- und Klimatechnik sowie von Produktionsabläufen gesenkt.
Alunorte hat einen zentralen Produktionsprozess bei der Aluminiumherstellung, die so genannte Kalzinierung, optimiert. Das neue Verfahren verbessert die Wärmeübertragung und vermindert die Druckverluste im System. So konnte Alunorte seinen Energieverbrauch deutlich senken.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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