Flächenmanagement - guter Weg zum Flächensparen
Göttle betonte den großen Nutzen einer gezielten Innenentwicklung: "Wer Baulücken, Brachflächen und Leerstände erschließt, handelt im besten Sinne nachhaltig." Denn der Flächenfraß geht zulasten von ökologischen Funktionen wie der Grundwasserneubildung oder dem Hochwasserrückhalt. Darüber hinaus sind aber auch soziale und ökonomische Aspekte von großer Bedeutung.
Nach den Ausführungen des Regierungspräsidenten Karl Michael Scheufele beschäftigt das Thema Flächensparen und damit verbunden das Thema Flächenmanagement den Freistaat Bayern schon seit geraumer Zeit. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Schönheit und Vitalität unserer Heimat nur Bestand hat, wenn mit den begrenzten Flächenressourcen umsichtig umgegangen wird. Nur so sei es möglich, Freiflächen zu erhalten und gleichzeitig eine vitale und im Unterhalt kostengünstige Siedlungsentwicklung zu gewährleisten.
Bei dieser wichtigen Zukunftsaufgabe erhalten die Städte und Gemeinden künftig Beratung und Unterstützung durch die Experten des Landesamts für Umwelt. Göttle: "Ziel ist es, das vorhandene Potenzial zu nutzen - das stärkt die Innentwicklung und bringt ein Plus für die Umwelt". Jüngstes Ergebnis der Flächenmanagement-Experten: Eine Datenbank, mit der die Kommunen leicht und rasch in Eigenregie ihren Bestand an potenziellen Bauflächen innerorts ermitteln kann. Die Datenbank ist kostenlos beim LfU erhältlich.
Der Flächenverbrauch ist eines der großen Umweltprobleme in Bayern. Der Langfristtrend ist zwar rückläufig, täglich werden aber immer noch 16,4 Hektar Freiflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Das Landesamt für Umwelt hat in den letzten Jahren die Entwicklung des Flächenmanagements zum Flächensparen in Bayern maßgeblich mitgeprägt. Es steht den bayerischen Städten und Gemeinden auch als Ansprechpartner für das Flächenmanagement zur Seite.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt
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