Gelebtes Europa – Auftaktkonferenz „FloodResilienCity“

09.09.2008 |
Unter dem Motto „FloodResilienCity“ diskutiert die Stadtwerke Mainz AG gemeinsam mit elf europäischen Partnern drei Tage lang in Mainz das Thema „Hochwasserschutz im städtischen Raum“.

Die Teilnehmer folgen einem Aufruf der Europäischen Union und schlossen sich 2007 unter der Leitung der niederländischen Wasserwirtschaftsverwaltung Rijkswaterstaat zu einem Projektteam zusammen. Ziel dieser staatenübergreifenden Kooperation ist die Vereinbarkeit von Stadtentwicklung und Hochwasserschutz. Die Konferenz bildet den Auftakt der fünfjährigen Zusammenarbeit und setzt sich mit dem deutschen Anliegen „Zollhafen Mainz“ auseinander.

Bewusstseinswandel der Entscheidungsträger „Moderner Hochwasserschutz muss bereits in der Planungsphase von Bauvorhaben ansetzen. Von Anfang an sollte die Hochwasserverträglichkeit von Projekten am Wasser, ganz gleich ob in bereits bestehenden Stadtquartieren oder auch bei Neubauten, eine entscheidende Rolle spielen“, erklärt Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne. „Mit dem Gemeinschaftsprojekt "FloodResilienCity" wollen die Teilnehmer einen Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit der Partnerländer und darüber hinaus in ganz Europa erreichen. Das Projekt wird die Möglichkeiten des hochwasserangepassten Planens und Bauens aufzeigen. Es ist damit ein wichtiger Baustein für das nachhaltige Hochwassermanagement", führt Werner Theis, Ministerialdirigent im rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz aus. Angetreten, diesen Prozess durch transnationale Zusammenarbeit zu unterstützen, sind unter der Leitung der niederländischen Wasserwirtschaftsverwaltung Rijkswaterstaat Vertreter der Städte Bradford, Dublin, Brüssel, Nijmegen und Mainz sowie des Departement Loiret, der Regionen Agglo Orleans und Les Grands Lacs des Seine Paris sowie Wissenschaftler der Universität Sheffield und der Ecole des Ingénieurs de la Ville de Paris.

Gemeinsame Lösungen für lokale Herausforderungen Unter dem Dach „FloodResilienCity“ diskutieren Experten die unterschiedlichen regionalen Anliegen, die sich in die Rubriken

„Hochwasservor- und nachsorge“, „hochwasserkompatibles Bauen“ sowie „Leben mit dem Hochwasser in Städten“ unterteilen lassen. In gemeinsamen Workshops, die nacheinander bei allen Partnern stattfinden werden, stellen die Teilnehmer ihre regionalen Projekte vor und tauschen Erfahrungen sowie Know-How aus. Die Ergebnisse der Kooperation sollen dazu beitragen, lokale Herausforderungen zu meistern sowie die Aufmerksamkeit für das Thema „Hochwasserschutz“ europaweit zu fördern.

EU-Programm Interreg IV B

Die INTERREG-Programme der Europäischen Union haben das Ziel, durch die Unterstützung grenzübergreifender Zusammenarbeit den territorialen Zusammenhalt in Europa zu fördern. Vor diesem Hintergrund erhält das Gemeinschaftsprojekt „FloodResilienCity“ im Rahmen der INTERREG IV B Förderung der EU einen Zuschuss in Höhe von 8,27 Mio. Euro.

Quelle: Pressemeldung Stadtwerke Mainz AG Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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