Gewässernachbarschaften: Gemeinsam für die kleinen Gewässer

19.05.2010 | Augsburg
"Kleine Bäche - Kleinodien der Natur. Gewässernachbarschaften sind für ihre Entwicklung und Erhaltung unentbehrlich", sagte Karlheinz Kraus, Abteilungsleiter Wasserbau am Landesamt für Umwelt (LfU) heute beim Nachbarschaftstag in Augsburg.

Nach Kraus gibt es in Bayern rund 60.000 Kilometer kleiner Bäche - eine erhebliche Strecke. Zum Vergleich: Das Straßennetz Bayerns ist kaum halb so groß. Eine enorme Aufgabe, dieses weitverzweigte Netz der kleinen Bäche zu unterhalten und naturnah zu gestalten. Sie obliegt den Städten, Gemeinden und Zweckverbänden. Die sogenannten Gewässernachbarshaften unterstützen sie dabei. Es gibt in Bayern ein fast flächendeckendes Netz von 60 Gewässernachbarschaften, die jeweils von einem erfahrenen Nachbarschaftsberater geleitet werden. Das LfU ist Mitglied im Beirat, der die inhaltlichen Leitlinien festlegt. Die Koordinationsstelle der bayerischen Gewässernachbarschaften ist bei der Regierung der Oberpfalz angesiedelt, weitere Informationen unter gn.bayern.de. Konkrete Tipps und Fallbeispiele, wie die Gewässerunterhaltung an den Kommunen umgesetzt werden kann, gibt eine neue LfU-Broschüre.

Am heutigen Gewässernachbarschaftstag nahmen rund 30 Praktiker aus Gemeinden des Landkreises Augsburg und der Stadt Augsburg teil. Die Diedorferin Anna Röder, Nachbarschaftsberaterin in Augsburg Stadt und Land und Geschäftsführerin des Zweckverbandes "Gewässer Dritter Ordnung", hatte ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Darauf standen Fallbeispiele für die ökologische Gewässergestaltung in Meitingen, außerdem das Thema Bibermanagement und eine Exkursion zum Biberlehrpfad im Siebentischwald

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt

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