Internationale Kooperation zur Erforschung der Gefährdung durch Vulkanasche anstoßen
Durch den Vulkanausbruch auf Island und die Folgen für den Flugverkehr in Europa ist deutlich geworden, dass es in diesem Bereich Erkenntnis- und Wissenslücken, vor allem an den Schnittstellen zwischen verschiedenen Disziplinen und Technikwissenschaften, gibt.
Wir fordern deshalb heute im Forschungsausschuss, dass sich dieser mit den Forschungs- und Erkenntnislücken befasst. Die deutlich gewordenen Wissens- und Erkenntnislücken müssen identifiziert und geschlossen werden. Die Bundesregierung sollte eine europäische und internationale Kooperation zur Schließung der Forschungslücken anstoßen.
Deutschland ist im Bereich der Meteorologie, der Vulkanologie, der Luftfahrt- und Flugzeugtechnik gut aufgestellt. Dennoch bestehen offenbar an den Schnittstellen der Disziplinen Erkenntnis- und Forschungsdefizite, die unter anderem den derzeitigen Streit um Sperrung oder Freigabe der Flugräume mitverursachen. Im Forschungsausschuss erwarten wir vom BMBF deshalb Auskunft, welche Konsequenzen die Bundesregierung daraus zieht und ob sie auf internationaler Ebene aktiv werden will. Es ist sinnvoll, dass nicht jedes Land isoliert an den wissenschaftlich relevanten Fragestellungen arbeitet, sondern in Absprache und in Kooperation mit den internationalen Partnern vorgeht. Deutschland kann hier aufgrund seines ausgeprägten Know-hows eine wichtige Rolle übernehmen.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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