Klare Energiekennzeichnung statt Bestnoten für Spritfresser

07.07.2010 | Berlin
Zur der Einbringung des grünen Antrages "PKW-Energieverbrauchskennzeichnung am Klimaschutz ausrichten" in den Bundestag erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Der Antrag reagiert auf Informationen, dass die Bundesregierung mit einer verlogenen Energiekennzeichnungsverordnung die Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren und in hohe Energiekosten stürzen wird.

Eine gute Effizienzkennzeichnung für Autos muss leicht verständlich gestaltet sein und sich gleichzeitig am Klimaschutz orientieren.

Ein gutes Label setzt Anreize, immer effizientere PKWs zu entwickeln. Nur mit energiesparenden Autos kann die deutsche Automobilindustrie auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb brillieren. Denn steigende Ölpreise und Ölkatastrophen zeigen: Das Auto der Zukunft darf kein Spritfresser sein.

Deshalb fordern wir die Bundesregierung mit unserem heute eingebrachten Antrag auf, den kurzsichtigen Lobbyinteressen der deutschen Automobilindustrie nicht nachzugeben. Schwere Autos dürfen nicht bevorteilt werden.

Hintergrund:

Nach Berechnungen des Verkehrsclub Deutschland bekäme der Porsche Cayenne Hybrid, eine geländegängige Luxuslimousine mit einem Verbrauch von 8 Liter auf 100 Kilometer, beim Modell der Bundesregierung die gute Kennzeichnung B. Kleinwagen wie ein Toyota Aygo mit einem Verbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer bekämen hingegen ein deutlich schlechteres D. Dabei könnten mit einem ambitionierten Label laut Umweltbundesamt bis 2020 jährlich 4,1 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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