LfU-Präsident Göttle: Räumschnee nicht in Gewässer einbringen

12.02.2010 | Augsburg
Der Präsident des bayerischen Landesamtes für Umwelt, Albert Göttle, hat heute an Kommunen und Bürger appelliert, den Räumschnee nicht in Gewässer einzubringen: "Altschnee von Verkehrsflächen hat in Bächen und Flüssen nichts zu suchen."

Dieser Schnee enthält Schmutz- und Schadstoffe, die besonders bei konzentrierter Einbringung an Brücken oder Schneeabladeplätzen die Gewässer belasten. Die Kreisverwaltungsbehörden können in Ausnahmefällen die Einbringung gestatten, wenn es sich um unverschmutzten Schnee handelt, die Umweltauswirkungen auf die Gewässer gering ausfallen und die Schneemassen anders nicht beseitigt werden können. In jedem Fall ist dafür eine Erlaubnis erforderlich. Seit Anfang der Woche sind in Bayern vielerorts mehr als zwanzig Zentimeter Neuschnee in die schon bestehenden Altschneedecken gefallen, zum Wochenende sind weitere zeitweilige Schneefälle angekündigt.

Räumschnee von Verkehrsflächen kann durch Tausalze belastet sein und gerade bei den derzeit niedrigen Wasserführungen die Salzgehalte der kleineren Gewässer erhöhen, wenn er direkt in das Gewässer eingebracht wird. Bleibt der Schnee zuvor noch mehrere Tage an den Straßenrändern liegen, lagern sich verstärkt organische Schmutzstoffe wie Abrieb, Öl und Ruß und Metalle wie Zink, Kupfer und Eisen an den Krusten des Altschnees ab. Der verschmutzte Räumschnee muss deshalb auf geeigneten Deponieflächen abgelagert werden, wo er umweltfreundlich abschmelzen kann. Dort wird die Reinigungswirkung der belebten Bodenzone genutzt.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt

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