Mehr als 256 Millionen US-$ an Schadenersatz geleistet

28.07.2010 | Bochum
BP hat heute mitgeteilt, dass das Unternehmen den betroffenen Antragstellern an der Golfküste Abschlagszahlungen in Höhe von mindestens 60 Millionen US-$ für den Monat August leisten wird. Es handelt sich dabei um Ausgleichszahlungen für Einkommensausfälle und entgangene Gewinne als Folge der Ölverschmutzung im Golf von Mexiko.

BP wird Ende der Woche damit beginnen, diese Abschlagszahlungen an die Antragsteller zu leisten. Das Unternehmen hat bis jetzt insgesamt 256 Millionen US-$ gezahlt, 30 Millionen US-$ allein in den letzten sieben Tagen. Die Antragsteller werden ihre Schecks ca. 30 Tage nach Erhalt der Gelder für den Monat Juli erhalten. "Wie bisher konzentrieren wir uns auch weiterhin darauf, es den Betroffenen mit diesen Geldern zu ermöglichen, ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können," erklärte Doug Willis vom Schadenersatz-Team der BP. "Unser Programm für Abschlagszahlungen ist darauf ausgelegt, die erlittenen Einkommensausfälle zu kompensieren."

BP will mit dieser Mitteilung die Antragsteller darüber informieren, dass die Abschlagszahlungen für August nicht von den anstehenden Umstellungen bei der Bearbeitung der Schadenersatzforderungen berührt werden. Die Bearbeitung der Anträge wird im Laufe des Monats August unter die Leitung von Ken Feinberg gestellt und über die Einrichtung Gulf Coast Claims Facility erfolgen.

"Es stimmt uns zuversichtlich, dass eine Reihe von Fischgründen durch die betroffenen US-Staaten und die US-Regierung wieder freigegeben worden sind," sagte Willis. "Wir hoffen, dass diese Tatsache es vielen Betroffenen wieder ermöglicht, wie zuvor ihren Lebensunterhalt auf dem Wasser im Golf von Mexiko zu verdienen. Uns ist aber auch bewusst, dass es hier an der Golfküste nicht nur darum geht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen - viele verbinden mit dieser Region eine ganz bestimmte Lebensweise. Wir werden solange hier vor Ort bleiben, bis die Schäden beseitigt sind; das heisst auch, dass wir die monatlichen Abschlagszahlungen an die betroffenen Fischer, Krebs- und Garnelenfischer und viele andere weiterhin leisten werden."

BP hat seit Mai über 237 Millionen US-$ als Ausgleich für Einkommensausfälle bzw. entgangene Gewinne an Einzelpersonen und Gewerbebetriebe gezahlt. Im einzelnen erhielten die verschiedenen Berufsgruppen folgende Zahlungen: Fischer - 39 Millionen US-$, Krabbenfischer - 23 Millionen US-$, Austernzüchter - 8 Millionen US-$, Vermieter von Charterbooten - 6 Millionen US-$. Darüber hinaus haben Einzelpersonen und Gewerbebetriebe in unterschiedlichen Branchen mehr als 117 Millionen US-$ erhalten, u. a. auch Bootsbesatzungen und Mitarbeiter in der fischverarbeitenden Industrie.

Im Mai hat BP zunächst damit begonnen, vorläufige Abschlagszahlungen zu leisten, um den Betroffenen so schnell wie möglich zu helfen. Mitglieder von Bootsbesatzungen erhielten eine monatliche Zahlung in Höhe von 2.500 US-$, während 5.000 US-$ an Schiffskapitäne gezahlt wurden.

Zum damaligen Zeitpunkt mussten Bootsbesatzungen, Schiffskapitäne, Krabbenfischer und andere nur ein Mindestmass an Unterlagen einreichen, um diese erste Zahlung zu erhalten. In der Zwischenzeit sind die Antragsteller von den zuständigen Sachbearbeitern in persönlichen Gesprächen und schriftlich gebeten worden, zusätzliche Unterlagen und Belege für ihre Anträge einzureichen, da alle nachfolgenden Zahlungen auf Grundlage des tatsächlichen Einkommens errechnet werden.

BP hat an der Golfküste mittlerweile 36 Büros und eine mobile Einheit eingerichtet, in denen Anträge entgegengenommen und bearbeitet werden. Insgesamt arbeiten 1.600 Mitarbeiter im Schadenersatz-Team. Seit Aufnahme der Zahlungen am 3. Mai hat BP in 12 Wochen 133.000 Anträge auf Schadenersatz erhalten und über 83.000 Schecks für Ausgleichszahlungen ausgestellt.

Quelle: Pressemeldung Deutsche BP AG

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