Ökostrom-Aktion in Dresdner Einkaufspassage

19.12.2008 | Dresden
ROBIN WOOD-AktivistInnen fordern Dresdner zum Stromwechsel auf

ROBIN WOOD-AktivistInnen machen heute mit einer Aktion in der Dresdner Innenstadt auf die Gefahren von Atomkraft und Kohleverstromung aufmerksam und appellieren an die Dresdner BürgerInnen, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Zwei AktivistInnen in Schutzanzügen rollen Fässer mit Radioaktiv- und CO2-Zeichen vom Hauptbahnhof über die Prager Straße bis auf die andere Elbseite zum Albertplatz, andere tragen Gasmasken oder sind geschminkt und verteilen Infos an die PassantInnen. Die Dresdner Stadtwerke fordert ROBIN WOOD auf, ihren Energiemix zu verbessern: mehr Strom aus erneuerbaren Energien, weniger Kohle, keine Atomenergie.

Die Dresdner Stadtwerke DREWAG haben zwar einen vergleichsweise hohen Anteil an umweltschonend produziertem Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung, doch setzen sie auch immer noch auf Atomkraft und Kohleverstromung. Die Dresdner Stadtwerke haben zurzeit nach eigenen Angaben einen Anteil von rund 15 Prozent Atomstrom in ihrem Strommix. Dadurch fallen rund 1,3 Tonnen radioaktiver Müll pro Jahr an, der nirgendwo sicher gelagert werden kann. Außerdem sind Atomkraftwerke selbst im Normalbetrieb gefährlich, wie die erhöhten Leukämieraten von Kindern, die in der Nähe von AKWs leben, zeigen.

"Jeder kann und sollte sofort zu einem Ökostromanbieter wechseln, der etwas gegen den Klimawandel tun will und die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgehen, nicht hinnehmen möchte", sagt Stefan Schneider, Aktivist bei ROBIN WOOD Dresden.

ROBIN WOOD hat ausführlich auf dem Ökostrom-Markt recherchiert und empfiehlt zurzeit vier - bundesweit aktive - Ökostromanbieter. Sie bieten zu 100 Prozent Ökostrom an, sind eigentumsrechtlich nicht mit Atom- und Kohlekonzernen verflochten und investieren in Erneuerbare Energien.

Wer Angst hat, seinen Geldbeutel zu stark zu belasten, wenn er sein Gewissen erleichtert, kann beruhigt werden: Ein günstiger empfehlenswerter Ökostromanbieter kostet bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt gerade mal 18 Euro mehr im Jahr als der Grundtarif bei der DREWAG. "Das sind 1,50 Euro pro Monat, die man mit ein wenig Energiesparen locker wieder drin hat", sagt Schneider. "So lässt sich mit wenig Aufwand etwas erreichen. Mit jedem, der zu einem Ökostromanbieter wechselt, wächst das klare Nein zur Atomkraft und zum Klima-Kollaps."

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

Dieser Beitrag wurde bisher 113 mal gelesen.
(Rang 184 auf umweltschutz-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Was bringen umweltfreundliche Mobiltelefone?

21.02.2012 | Fast täglich werden immer wieder neue Handys und Smartphones auf den Markt gebracht. Das Angebot ist umfassend...

weiter in Was bringen umweltfreundliche ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

21.11.2011 | vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten der Energiewende

weiter in Netzentgelte: Regierung schröpft ...

Audi-Umweltstiftung veröffentlicht Jugendbuch für Nachwuchsforscher

19.10.2011 | Umweltaspekte verknüpft mit Bildung. Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur

weiter in Audi-Umweltstiftung veröffentlicht ...

Urlaub im Rhythmus der Natur: Mit gutem Gewissen die niedersächsische Nordsee genießen

14.10.2011 | Klimaschutz, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit prägen seit langem den Tourismus an der niedersächsischen...

weiter in Urlaub im Rhythmus der Natur: Mit ...

"Wir suchen nach langfristigen Investitionen mit stabilen und berechenbaren Renditen"

08.06.2011 | Paul Achleitner, Mitglied des Vorstandes, in einem Interview über die Infrastrukturinvestments der Allianz und...

weiter in "Wir suchen nach langfristigen ...



Aktuelles

Windenergienutzung im Wald

Fachseminar vermittelt fundierte Kenntnisse über...

weiter ...

Neuigkeiten

Gut für Umwelt und Geldbeutel

Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten...

weiter ...

Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf

Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis...

weiter ...

Weitere Themen

Handy vergleich

Seit Jahren besitzt fast jeder Verbraucher ein Mobiltelefon....

weiter ...

Archiv

Was bringen umweltfreundliche Mobiltelefone?

Fast täglich werden immer wieder neue Handys und Smartphones...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Verschiedenes

Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom

pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten...

weiter ...

Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet,...

weiter ...