Ökostrom-Aktion in Dresdner Einkaufspassage
ROBIN WOOD-AktivistInnen machen heute mit einer Aktion in der Dresdner Innenstadt auf die Gefahren von Atomkraft und Kohleverstromung aufmerksam und appellieren an die Dresdner BürgerInnen, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Zwei AktivistInnen in Schutzanzügen rollen Fässer mit Radioaktiv- und CO2-Zeichen vom Hauptbahnhof über die Prager Straße bis auf die andere Elbseite zum Albertplatz, andere tragen Gasmasken oder sind geschminkt und verteilen Infos an die PassantInnen. Die Dresdner Stadtwerke fordert ROBIN WOOD auf, ihren Energiemix zu verbessern: mehr Strom aus erneuerbaren Energien, weniger Kohle, keine Atomenergie.
Die Dresdner Stadtwerke DREWAG haben zwar einen vergleichsweise hohen Anteil an umweltschonend produziertem Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung, doch setzen sie auch immer noch auf Atomkraft und Kohleverstromung. Die Dresdner Stadtwerke haben zurzeit nach eigenen Angaben einen Anteil von rund 15 Prozent Atomstrom in ihrem Strommix. Dadurch fallen rund 1,3 Tonnen radioaktiver Müll pro Jahr an, der nirgendwo sicher gelagert werden kann. Außerdem sind Atomkraftwerke selbst im Normalbetrieb gefährlich, wie die erhöhten Leukämieraten von Kindern, die in der Nähe von AKWs leben, zeigen.
"Jeder kann und sollte sofort zu einem Ökostromanbieter wechseln, der etwas gegen den Klimawandel tun will und die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgehen, nicht hinnehmen möchte", sagt Stefan Schneider, Aktivist bei ROBIN WOOD Dresden.
ROBIN WOOD hat ausführlich auf dem Ökostrom-Markt recherchiert und empfiehlt zurzeit vier - bundesweit aktive - Ökostromanbieter. Sie bieten zu 100 Prozent Ökostrom an, sind eigentumsrechtlich nicht mit Atom- und Kohlekonzernen verflochten und investieren in Erneuerbare Energien.
Wer Angst hat, seinen Geldbeutel zu stark zu belasten, wenn er sein Gewissen erleichtert, kann beruhigt werden: Ein günstiger empfehlenswerter Ökostromanbieter kostet bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt gerade mal 18 Euro mehr im Jahr als der Grundtarif bei der DREWAG. "Das sind 1,50 Euro pro Monat, die man mit ein wenig Energiesparen locker wieder drin hat", sagt Schneider. "So lässt sich mit wenig Aufwand etwas erreichen. Mit jedem, der zu einem Ökostromanbieter wechselt, wächst das klare Nein zur Atomkraft und zum Klima-Kollaps."
Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.
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