"Produkt Carbon Footprint" von Produktverpackungen

22.07.2009 | Bayreuth
Klimarelevante Emissionen wurden untersucht Wieviel Treibhausgas wird über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts von der Herstellung bis zur Entsorgung in die Atmosphäre abgegeben? Diese Frage wird angesichts der anhaltenden Klimadiskussion auch für viele Unternehmen immer interessanter. Das Phänomen wird mit dem Begriff des "Product Carbon Footprint" griffig umschrieben.

Das Fraunhofer IML untersuchte unter dieser Fragestellung für den Markenartikler Henkel unterschiedliche Papier- und Kunststoffverpackung

Für Henkel sind Qualität und Verantwortung untrennbar miteinander verknüpft. Seit mehr als 130 Jahren verbindet das Unternehmen führende Markenqualität mit Verantwortung für Mensch und Umwelt. Daher fließen die Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften von Beginn an in Forschungsaktivitäten und Produktentwicklungen ein. Eine wichtige Grundlage dafür ist die Analyse und Bewertung des gesamten Lebenswegs von Produkten - einschließlich der Produktverpackungen. Denn Verbesserungsmaßnahmen sollen insbesondere dort ansetzen, wo die Auswirkungen auf die Umwelt besonders relevant sind und Verbesserungen effizient realisiert werden können.

Vor diesem Hintergrund beauftragte das Unternehmen das Fraunhofer IML, Lebenszyklusanalysen für ausgewählte Produktverpackungen aus dem Bereich Wasch- und Reinigungsmittel durchzuführen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Bestimmung des "Product Carbon Footprint", also der klimarelevanten Emissionen entlang des gesamten Lebensweges der Verpackung("cradle-to-grave"), angegeben in kg CO2-Äquivalenten. Anschließend wurden die Daten der Verpackung mit den übrigen Produktdaten zusammengeführt.

Die Analysen dienen zum einen für die Bewertung und Optimierung von Produkten und Prozessen. Zum anderen bilden sie die Grundlage für gezielte Kommunikationsmaßnahmen, um Einfluss auf das Verhalten von Kunden und Verbrauchern zu nehmen. Denn die Einbindung der Verbraucher wird von zentraler Bedeutung sein, um im Klimaschutz entscheidende Fortschritte zu erreichen.(MK/RFN)

Quelle: Pressemeldung Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

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