"Road to Zero": Sony startet neuen Umweltplan und definiert verbindliche Ziele bis 2015
"Road to Zero" heißt für Sony nicht nur die Reduzierung der CO2-Emissionen, sondern auch von Abfall und nicht-recyclebaren Materialien wie beispielsweise auf Mineralöl basierende Plastikprodukte. Der "Road to Zero"-Plan von Sony berücksichtigt dabei den gesamten Lebenszyklus eines Produktes - von der Forschung über die Entwicklung bis zum Recycling. Vier ökologische Aspekte stehen bei dem Konzept im Mittelpunkt: Klimawandel, Ressourcen-Schonung, Kontrolle der chemischen Substanzen sowie biologische Vielfalt. Bis Ende des Fiskaljahres 2015 möchte Sony bereits Phase 1 des Plans abschließen und die nächsten verbindlichen Ziele für die folgenden fünf Jahre festlegen.
"Road to Zero ist unsere Antwort auf die große Herausforderung unserer Gesellschaft in diesem Millennium: die Umwelt", unterstreicht Sir Howard Stringer, CEO und Präsident der Sony Corporation. "Die neue Umweltstrategie bündelt unser gesamtes technologisches Know-how, damit effektive Lösungen für ein nachhaltiges ökologisches Gleichgewicht gefunden werden. Von der Entwicklung neuer Materialien, über den Einsatz innovativer energieeffizienter Technologien und der Einführung nachhaltiger Prozesse bei Arbeitsabläufen und der Produktion
werden wir mit Nachdruck daran arbeiten, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig möchten wir Vorbild für die Industrie sein und diese motivieren, ähnliche Modelle zu entwickeln".
Das ökologische Bewusstsein ist indes seit vielen Jahren integrierter Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Sony. Dabei hat das Unternehmen bereits zahlreiche Projekte zum Schutz der Umwelt aktiv umgesetzt. So konnten allein zwischen 2000 und 2009 an allen europäischen Standorten die CO2-Emissionen durch Stromverbrauch und Beheizung der Gebäude um bis zu 93 Prozent reduziert werden. Zu den Umweltmaßnahmen gehört auch, dass die Mehrheit der BRAVIA LCD-Fernseher zu den Ecoflower Produkten gehören. Seit 1992 zertifiziert das EU Eco-Label umweltfreundliche Produkte, die strenge ökologische Anforderungen erfüllen.
Als weitere Maßnahme hat Sony Europe die European Recycling Platform (ERP) gegründet. Diese organisiert die Entsorgung und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten. Mit Unterstützung von Sony konnten über die Plattform allein im Jahr 2008 rund 60.000 Tonnen Elektroschrott in 20 europäischen Ländern gesammelt und recyclet werden.
In den USA hat Sony Electronics (SEL) 2007 als erster Hersteller im Bereich Consumer Electronics ein Take Back Recycling-Programm umgesetzt. Seither können Verbraucher ihre Sony Produkte kostenfrei zurückgeben und recyceln lassen. Bislang wurden über das Recycling Programm 13.000 Tonnen Elektroschrott wiederverwertet.
In Japan startete Sony gemeinsam mit der Stadt Kitakyushu ein im Land bislang einzigartiges umfassendes Recycling-Projekt für kleine, gebrauchte Elektrogeräte. Dabei werden verschiedene Edelmetalle zurück gewonnen und von Sony wieder für die Produktion verwendet. Das so recycelte Gold findet zum Beispiel im Halbleiter-Chip für das Sony Ericsson Mobiltelefon "URBANO BARONE" Verwendung.
Mit dem VAIO W Eco Edition hat Sony in diesem Jahr weltweit ein Notebook vorgestellt, das nahezu vollständig aus recycelten Materialien besteht. So wurde das Kunststoffgehäuse zu 23 Prozent aus wiederverwerteten CDs hergestellt, die dazugehörige Notebook-Tasche ist komplett aus recycelten PET-Flaschen gefertigt. Auch auf eine Bedienungsanleitung aus Papier wurde verzichtet. Durch diese Maßnahmen konnte der CO2-Ausstoß bei der Produktion insgesamt um zehn Prozent reduziert werden.
Die im neuen Sony Umweltplan bis zum Ende des Fiskaljahres 2015 gesetzten Ziele hinsichtlich der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und des Energieverbrauchs werden durch den WWF kontrolliert. Bereits seit 2006 ist Sony Mitglied des WWF Climate Savers Programms, welches sich zum Ziel gesetzt hat, Unternehmen weltweit zur Reduktion ihrer Treibhausgas-Emissionen zu bewegen.
Die Umweltziele von Sony bis 2015 im Überblick:
- Verringerung des jährlichen Energieverbrauchs aller Produkte um 30 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2008)
- Verringerung der Produktgewichte um 10 Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
- Reduzierung des gesamten Abfallaufkommens um 50 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2000)
- Reduzierung des gesamten Wasserverbrauchs um 30 Prozent (im Vergleich zum Fiskaljahr 2000)
- Verringerung sämtlicher CO2-Emissionen in Verbindung mit Transport und Logistik um 14 Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
- Reduzierung des Verpackungsmülls der angelieferten Rohstoffe und Bauteile um 16 Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
- Ein Anstieg der Recyclingrate der Abfälle auf mindestens 99 Prozent
- Reduzierung des auf Öl basierenden Plastikanteils in Produkten um fünf Prozent (verglichen mit dem Fiskaljahr 2008)
- Bewertung sämtlicher Auswirkungen der Rohstoffbeschaffung und der Gebäudebauweise auf die Artenvielfalt sowie die Förderung von Programmen zur Erhaltung der Artenvielfalt wie beispielweise der Grundwassergewinnung
- Minimierung des Risikos von chemischen Substanzen durch präventive Maßnahmen. Reduzierung des Gebrauchs spezifischer von Sony definierter Chemikalien und die Förderung der Verwendung alternativer Materialien
Quelle: Pressemeldung Sony Deutschland GmbH
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