Röttgen: Wichtiger Schritt für die internationalen Klimaverhandlungen

02.02.2010 | Berlin
Industrie- und Entwicklungsländer teilen Vereinten Nationen ihre Klimaschutzziele mit

55 Länder haben den Vereinten Nationen bis Ende Januar ihre nationalen Klimaschutzziele gemeldet. Diese Liste hat jetzt das UN-Klimasekretariat veröffentlicht. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben ihr Reduktionsziel für 2020 von 20 Prozent bzw. konditioniert von 30 Prozent mitgeteilt. Deutschland will seine Treibhausgas-Emissionen bis dahin um 40 Prozent reduzieren. Bundesumweltminister Norbert Röttgen erklärte anlässlich der Veröffentlichung der Liste, dies sei ein wichtiger Schritt für die internationalen Klimaverhandlungen. Röttgen: "Deutlich mehr Staaten, als in Kopenhagen die Vereinbarung verhandelt haben, haben Reduktionsziele mitgeteilt. Darunter sind insbesondere alle großen Emittenten. Die Ergebnisse der Klimakonferenz von Kopenhagen haben durch diese breite Unterstützung politisch deutlich an Gewicht gewonnen. In ihren Mitteilungen bekennen sich Industrie- und Entwicklungsländer gemeinsam zu ihrer Verantwortung für den Klimaschutz."

Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen hatte eine Gruppe von rund 25 Staaten die Kopenhagen-Vereinbarung (Copenhagen Accord) verhandelt und sich verpflichtet, bis zum 31. Januar dieses Jahres ihre Beiträge zur Emissionsminderung getrennt nach Industrie- und Entwicklungsländern der UN mitzuteilen. Bundesumweltminister Röttgen wies darauf hin, dass die Industrieländer in ihren Mitteilungen wie vereinbart absolute Emissionsminderungsziele in die Vereinbarung eingetragen haben, Entwicklungsländer ihre messbaren Beiträge. Der Bundesumweltminister zeigte sich optimistisch, dass die Liste der Unterstützerstaaten noch länger wird. Die Kopenhagen-Vereinbarung war auf der Vertragsstaatenkonferenz lediglich zur Kenntnis genommen worden.

Röttgen unterstrich, dass die Klimaverhandlungen unter das Dach der Vereinten Nationen gehören. Er begrüßte ausdrücklich, dass dies in mehreren Mitteilungen betont worden sei. "Noch reichen die eingetragenen Beiträge der Staaten nicht aus, um die 2-Grad-Obergrenze zu unterschreiten, aber sie sind ein Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel."

Wie die EU hat auch eine Reihe anderer Staaten ihre ambitionierteren Ziele davon abhängig gemacht, ein umfassendes und rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen zu erreichen. "In den anstehenden Klimaverhandlungen werden wir als EU darauf hinarbeiten, dass alle Staaten sich auf ihre anspruchsvolleren Ziele rechtsverbindlich verpflichten. Deutschland wird mit Mexiko, dem Gastgeber des nächsten Klimagipfels im Dezember, eng kooperieren, um dieses zu erreichen. Auch wird Deutschland im Frühjahr zu einer informellen Umweltministerkonferenz nach Bonn einladen. Und Deutschland wird weiter mit gutem Bespiel voran gehen", erklärte Röttgen mit Blick auf das 40-Prozent-Ziel.

Quelle: Pressemeldung Bundesumweltministerium Referat Öffentlichkeitsarbeit

Dieser Beitrag wurde bisher 121 mal gelesen.
(Rang 147 auf umweltschutz-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Gut für Umwelt und Geldbeutel

19.12.2011 | Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten für ein Haus nicht nur ein Bereich, der sehr viel...

weiter in Gut für Umwelt und Geldbeutel ...

Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf

18.11.2011 | Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis verbessern

weiter in Klimawandel und Extremereignisse ...

Stabile Rahmenbedingungen für spanischen Solarmarkt gefordert

18.10.2011 | 5. spanische Solarkonferenz der Solarpraxis AG geht erfolgreich zu Ende

weiter in Stabile Rahmenbedingungen für ...

Kontrollen für Lebensmittel aus Japan ausgeweitet und bis Ende September 2011 EU-weit verlängert

26.05.2011 | Zehn Wochen nach dem schweren Erdbeben und der Reaktorkatastrophe in Fukushima haben sich die Mitgliedstaaten...

weiter in Kontrollen für Lebensmittel aus ...



Aktuelles

Windenergienutzung im Wald

Fachseminar vermittelt fundierte Kenntnisse über...

weiter ...

Neuigkeiten

Gut für Umwelt und Geldbeutel

Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten...

weiter ...

Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf

Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis...

weiter ...

Weitere Themen

Handy vergleich

Seit Jahren besitzt fast jeder Verbraucher ein Mobiltelefon....

weiter ...

Archiv

Was bringen umweltfreundliche Mobiltelefone?

Fast täglich werden immer wieder neue Handys und Smartphones...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Verschiedenes

Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom

pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten...

weiter ...

Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet,...

weiter ...