Schwarz-Gelb verhökert Sicherheit auf dem Basar

13.07.2010 | Berlin
Zu Überlegungen der Bundesregierung, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu versteigern, erklären Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender, und Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Die Laufzeiten von Atomkraftwerken sind keine Ware, die man auf dem Basar verhökert. Dieser Vorschlag entlarvt das Gerede von der "Brückentechnologie Atomkraft" als Augenwischerei. Unter dem Deckmäntelchen vermeintlicher Transparenz und Marktwirtschaftlichkeit sollen den Schrottreaktoren Biblis A, Brunsbüttel und Neckarwestheim für ein Linsengericht unbegrenzte Laufzeiten zugeschanzt werden. Und es soll die Grundlage gelegt werden, dass die vier Monopolisten auch weiterhin billigen Atomstrom in Europa teuer verkaufen können.

Es spricht Bände über das seltsame Amtsverständnis des für Reaktorsicherheit zuständigen Bundesumweltministers, wenn er diesen Vorschlag "interessant" findet. Das Grundgesetz enthält keine Berechtigung, Einnahmen für den Staat dadurch zu erzielen, dass er die Sicherheit der Bürger versteigert.

Es wäre verheerend, wenn Schwarz-Gelb mit unserer Zukunft Roulette spielt, um Löcher in der Staatskasse zu stopfen. Die Frage des richtigen Energiemixes, die Reaktorsicherheit und die ungelöste Endlagerfrage spielen in den Überlegungen der Bundesregierung offensichtlich keine Rolle mehr. Vielleicht sollte sie die Sicherheitsauflagen gleich mit versteigern, der Bundesrat sollte seine Zustimmung auktionieren, und ein Endlager käme nach dieser Logik in das Bundesland, das sich am wenigsten freikaufen kann.

Es ist blauäugig zu glauben, mit einer Laufzeitverlängerung würden die Milliarden nur so sprudeln. Hier sollen vier Konzerne gegeneinander steigern, die die gleichen Interessen haben: nämlich möglichst lange Laufzeiten für Billigstrom produzierende alte Schrott-AKW. Preisabsprachen sind da Tür und Tor geöffnet.

Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom

25.04.2012 | pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten Bauzeit ans Netz. Wichtiger Beitrag zur...

weiter in Neuer Windpark bei Polch versorgt ...

Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA

18.11.2011 | Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet, soll dafür wieder einen Zuschuss von 330 Euro vom...

weiter in Ab 2012 wieder Förderung für ...

Volkswagen Polo BlueMotion mit Umweltpreis

14.09.2011 | Hohe Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit des Polo BlueMotion überzeugt Experten und Autofahrer

weiter in Volkswagen Polo BlueMotion mit ...

Traditionelle Anlagestrategien müssen überprüft werden

09.06.2011 | "Anlagestrategien, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, dürften angesichts der Herausforderungen der...

weiter in Traditionelle Anlagestrategien ...



Aktuelles

Windenergienutzung im Wald

Fachseminar vermittelt fundierte Kenntnisse über...

weiter ...

Neuigkeiten

Gut für Umwelt und Geldbeutel

Der Bereich der Energieversorgung ist bei den Betriebskosten...

weiter ...

Klimawandel und Extremereignisse Weltklimarat IPCC zeigt zukünftige Risiken auf

Röttgen und Schavan: Klimaschutz stärken und Wissensbasis...

weiter ...

Weitere Themen

Handy vergleich

Seit Jahren besitzt fast jeder Verbraucher ein Mobiltelefon....

weiter ...

Archiv

Was bringen umweltfreundliche Mobiltelefone?

Fast täglich werden immer wieder neue Handys und Smartphones...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Verschiedenes

Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom

pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten...

weiter ...

Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet,...

weiter ...