TÜV Rheinland AG startet weltweit für sichere Elektromobilität

15.06.2010 | Köln
Die TÜV Rheinland AG hat seine Aktivitäten zur Elektromobilität weltweit gebündelt. Unter Federführung von Dr. Thomas Aubel als Executive Vice President Mobilität von TÜV Rheinland arbeiten Experten aus allen Unternehmensteilen konzentriert an dem der Fortentwicklung von mehr Qualität und Sicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die mit dem Aufbau elektromobiler Infrastrukturen verbunden ist.

"Wir gehen davon aus, dass der Markt für Elektromobilität in den nächsten Jahren auf 470 Milliarden Euro weltweit wachsen wird", so Thomas Aubel.

Aubel (51) ist seit März 2010 als Executive Vice President Mobility im Vorstand von TÜV Rheinland und war zuvor über lange Jahre auch in internationalen Führungspositionen innerhalb der Branche tätig. "Wir sind ein weltweiter kompetenter Partner mit einem Komplettpaket für die Sicherheit von Elektromobilität. Das Thema ist zurzeit sehr verengt auf die Batterie. Aus unserer Sicht gehören die Bereiche Stromerzeugung, Transport, Verteilung und Speicherung in Batterien bis hin zur Fahrzeugnutzung, Recycling und sicheren Abrechnungssystemen auch dazu." Das TÜV Rheinland-Engagement für Elektromobilität gliedert sich in die drei Schwerpunktbereiche Infrastruktur, Fahrzeuge mit Batterie sowie Fahrzeugbetrieb.

Elektromobilität entwickelt sich zum Jobmotor. Branchenfachleute prognostizieren für 2020 ein weltweites Marktvolumen von mehr als 470 Milliarden Euro jährlich und erwarten rund 250.000 neue Arbeitsplätze. Alle namhaften Autobauer arbeiten mit Hochdruck an E-Modellen für den Großserieneinsatz. Die ersten kommen Ende dieses Jahres auf den Markt. Dr. Aubel: "Wir gehen davon aus, dass hierbei Asien und ganz besonders China und Indien eine führende Rolle spielen wird."

Neben Fahrzeugprüfungen und Dauerlauferprobungen im Praxistest erstellen die TÜV Rheinland-Spezialisten darüber hinaus Verkehrs- und Kosten-Nutzen-Analysen für Ladestationen, entwickeln Parkkonzepte, prüfen funktionale Sicherheit und Umweltverträglichkeit von Infrastruktur, Batterie und Fahrzeug, zertifizieren Managementsysteme sowie "grüne Flotten" und schauen dabei genau hin, ob der Strom tatsächlich aus regenerativen Ressourcen stammt. Bereits bei der Stromerzeugung setzen die Fachleute an und bewerten die Nachhaltigkeit. Anhand biomedizinischer Analysen prüfen die Experten selbst eventuelle Gefährdungen durch Elektrosmog. Außerdem gehören Konzepte für die umweltgerechte Entsorgung von Fahrzeug und Batterie sowie für Pannenhilfs-, Abschlepp- und Rettungsaktionen zum TÜV Rheinland-Serviceangebot.

Werkstatt-Zertifizierung und Trainingsprogramme

Werkstatt-Zertifizierungen inklusive periodischer Überwachung sowie speziell entwickelte Trainingsprogramme für den gefahrlosen Umgang mit der Starkstromtechnik komplettieren die Angebotspalette - etwa für Servicebetriebe, Unfallhelfer und Feuerwehren, aber auch für die eigenen Sachverständigen. Denn 400 Volt sind tödlich. Gerade beim Handel herrschen noch große Wissensdefizite in Sachen Elektrofahrzeuge. Laut einer aktuellen Untersuchung der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Professor Heike Proff blieben Fragen zu technischen Details der Autos größtenteils offen. Nur rund zehn Prozent der Händler informierten angemessen über die Verfügbarkeit von Ladestationen und Stromanschlüssen. Fast zwei Drittel beantworteten die Fragen mangelhaft oder gar nicht.

"Unsere Maxime lautet: Das Elektroauto und sein Betrieb müssen in jeder Hinsicht so sicher sein wie ein konventionelles Fahrzeug", unterstreicht Dr. Thomas Aubel die Zielsetzung von TÜV Rheinland.

Quelle: Pressemeldung TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft

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