juwi Bio startet mit vielen Projekten in 2011
Geplant ist unter anderem der Bau mehrerer Biogasanlagen sowie mehrerer Holzpelletsproduktionsanlagen; auch die Produktion der sehr fruchtbaren Schwarzerde "Palaterra" nach dem Vorbild der Terra Preta do Indio geht in die zweite Runde - mit einer weiteren Anlage in Morbach.
"Wir haben in diesem Jahr sprichwörtlich die Samen gesät, nun können wir nächstes Jahr ernten", freut sich Jürgen Bohn, Geschäftsführer der juwi Bio GmbH zur Landwirtschaftsmesse "Eurotier" in Hannover (16. bis 19. November). In der niedersächsischen Landeshauptstadt ist juwi in Halle 26, Stand G17, vertreten.
Ein wichtiges Projekt der juwi Bio GmbH war 2010 die Realisierung und Inbetriebnahme der ersten "Palaterra"-Anlage im pfälzischen Hengstbacherhof (Donnersbergkreis). Der juwi-Tochter ist es zusammen mit Joachim Böttcher, Geschäftsführer der areal GmbH, erstmals gelungen, in einem biotechnischen Großverfahren eine sehr fruchtbare Schwarzerde nach dem Vorbild der berühmten Terra Preta do Indio aus dem Amazonasgebiet herzustellen. Die Erde "Palaterra", die juwi zusammen mit Böttcher über die Palaterra GmbH vertreibt, ist eine hochwertige Bodenform, die die Produktivität von Böden verbessert. "Die Produktion von Palaterra folgt einem Kreislauf, denn die Rohstoffe wie Grünschnitt oder Gärreste aus Biogasanlagen kommen aus der Region, und Palaterra kann für eben jene Landwirtschaft wieder eingesetzt werden", sagt Bohn. Während die Anlage am Hengstbacherhof mit einer Jahresproduktion von rund 1.500 Kubikmeter einen Pilotcharakter hat, soll in Morbach Ende 2011 eine weitere, wesentlich größere Terra Preta-Anlage entstehen. In der Hunsrückgemeinde, wo juwi bereits eine weltweit einzigartige Energielandschaft realisiert hat, sollen jährlich bis zu 50.000 Kubikmeter Palaterra produziert werden.
Auch für die Produktion von Holzpellets hat die juwi Bio GmbH einige große Projekte in der Pipeline. Nachdem in Morbach bereits seit 2006 hochwertige, nach DIN+ zertifizierte Holzpellets produziert werden, kommen 2011 noch weitere Standorte dazu. Im Frühjahr soll die Holzpelletieranlage in Langelsheim (Landkreis Goslar) mit einer geplanten Jahresproduktion von 60.000 Tonnen in Betrieb gehen. Darüber hinaus sollen 2011 in Bad Arolsen (Hessen) und in Dotternhausen (Schwarzwald) Holzpelletieranlagen die Produktion aufnehmen. Diese Anlagen werden jeweils eine Kapazität von 30.000 Tonnen jährlich haben. Die Produktion von jährlich 60.000 Tonnen Holzpellets ist zudem im saarländischen Warndt und in Steinau an der Straße (Hessen) geplant - die Inbetriebnahmen sollen Ende 2011 erfolgen. "Bei unseren Holzpelletieranlagen setzten wir ganz auf das juwi-Motto 'Aus der Region für die Region'. Wir beziehen die Rohstoffe ausschließlich aus dem näheren Umkreis und vertreiben unsere Endprodukte lediglich in einem Radius von 100 Kilometern. Statt auf Masse möchten wir auf Qualität setzen", sagt Hansjörg Neun, ebenfalls Geschäftsführer der juwi Bio GmbH.
Auch für von juwi realisierte Biogasanlagen wird 2011 ein gutes Jahr werden. Nachdem 2010 die Projektpipeline inklusive Genehmigungsverfahren aufgebaut wurde, realisiert die juwi Bio GmbH im nächsten Jahr weitere Biogasanlagen: Am Firmensitz in Wörrstadt (Rheinhessen) soll eine mit nachwachsenden Rohstoffen betriebene Biogasanlage im September 2011 in Betrieb gehen. Der Bau weiterer so genannter Einspeisebiogasanlagen, die das produzierte Gas direkt ins örtliche Gasnetz einspeisen, realisiert juwi in den pfälzischen Gemeinden Ramstein und Göllheim sowie in Oberdorst (Nordrhein-Westfalen), sie sollen Ende 2011 fertig gestellt sein. "Ob Palaterra, Biogasanlagen oder Holzpellets - juwi ist in allen Bereichen sehr gut aufgestellt", sagt Jürgen Bohn.
Quelle: Pressemeldung juwi Holding AG
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