Lärmschutzwand im Garten: von Gabionen bis zur bepflanzten Fassade

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Nichts ist schöner als seine Freizeit im eigenen Garten zu verbringen. Da ist es gleich doppelt ärgerlich wenn die Entspannung durch Lärm gemindert wird, der aus der Umgebung in den Garten dringt. Abhilfe kann hier eine Lärmschutzwand schaffen. Der Preis für eine Lärmschutzwand im Garten hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Unter anderem von dem verwendetem Material und der Höhe sowie der Länge der Schallschutzwand.

Was ist wichtig beim Kauf einer Lärmschutzwand?

Das wichtigste Kriterium bei Kauf einer Lärmschutzwand, ist natürlich eine optimale Minimierung des Lärms den man abstellen möchte. Dabei muss man einige wichtige Aspekte beachten.

Die Höhe der Lärmschutzwand

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Höhe der Lärmschutzwand abhängig von der Distanz zur Schallquelle ist. Je dichter diese am eigenen Garten ist, um so niedriger kann der Schallschutz ausfallen und umgekehrt. Dabei braucht man bei weit entfernten Schallquellen allerdings nicht bis in den Himmel bauen, sondern der Garten ist ab einer Höhe von etwa drei Metern gut geschützt. Liegt die Quelle des Lärms allerdings nicht auf dem Niveau des Gartens, sondern höher, muss die Schallschutzwand auch höher sein. Je dichter man sich an der Schallschutzwand befindet, um so besser ist der Schallschutz. Hat man einen sehr großen Garten und die Terrasse befindet sich weit entfernt von der Lärmschutzwand, muss man entsprechend höher bauen. Diese Gegebenheit bestimmt entscheidend den Preis für eine Lärmschutzwand im Garten.

Da Schall sich nicht immer linear ausbreitet, sondern auch von anderen Gebäuden oder unterschiedlich warmen Luftschichten abprallen kann, ist es bei der Berechnung der Höhe der Lärmschutzwand besser, den Rat eines Experten einzuholen.

Das Material der Lärmschutzwand

Bei der Auswahl des Materials aus dem die Schallschutzwand bestehen soll, muss man zwei Sachverhalte in seine Überlegungen mit einbeziehen. Zum Einen soll die Lärmschutzwand natürlich ihre hauptsächliche Aufgabe gut wahrnehmen und den Garten gut vor Geräusch-Immissionen schützen und zum Anderen spielt auch die Ästhetik eine große Rolle, da man den Schallschutz in den nächsten Jahren permanent vor Augen hat. Beides bestimmt entscheidend den Preis für eine Lärmschutzwand im Garten.

Gabionen, Steinkörbe, Steinzaun, Drahtkörbe, Holz: große Materialauswahl für die Schallschutzwand

Bei der Entscheidungsfindung, sollte man die Lebensdauer des Materials berücksichtigen. Viele Lärmschutzwände werden aus Beton errichtet, allerdings leidet hier die Ästhetik extrem. Besser ist es auf Materialien wie Aluminium oder Kunststoffe zurück zu greifen. Die Haltbarkeit ist gegeben und man kann eine Auswahl zwischen vielen, verschiedenen Modellen treffen. Gabionen oder Steinkörbe sind derzeit sehr modern, sowohl im öffentlichen Bereich als auch im privaten Garten.

Oberfläche der Schallschutzwand

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl des Materials ist die Oberfläche der Lärmschutzwand. Ideal ist eine raue Materialbeschaffenheit. Dadurch wird der Schall nicht abgewiesen, sondern zum Teil auch absorbiert. Dies ist zum Beispiel dann wichtig, wenn gegenüber der Wand Gebäude stehen. Hat man hier zum falschen Material gegriffen, wirft die Schallschutzwand den Lärm nur zurück, dieser prallt am gegenüber liegenden Gebäude ab und erreicht dann doch den Garten. Wenn es richtig schief geht, ist der Lärm dann manchmal noch intensiver, als vorher ohne Lärmschutz.

Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V.

Bauwerksbegrünung bzw. Fassadenbegrünung ist auch das Thema der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V.. Auf dem jährlichen FBB-Fassadenbegrünungssymposium, das 2013 in Frankfurt stattfand, werden bau- und vegetationstechnische Grundlagen für dn Bereich Bauwerksbegrünung vorgestellt. Forschungsergebnisse aus Deutschland und Österreich haben nicht nur den Schutz vor Lärm zum Thema sondern auch die Bezugspunkte Kühlung des Gebäudes und die Bauphysik sowie die Bewässerung bepflanzter Wände. Bepflanzte Wände als spezielle Form einer Lämrschutzwand sind im Vergleich zu Lärmschutzwänden aus Holz oder Stein zumeist wesentlich angenehmer für das Auge. Andererseits erfordern diese bepflanzten Wände – oder wandgebundenen Begrünungen, wie der Fachmann sagt- wesentlich mehr Pflege.


Bildnachweis: © Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V.

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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