MEFA water Wasserwärmetauscher: Aquathermie liefert Kälte aus warmem Wasser

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MEFA energy systems kombiniert verschiedene Energiequellen miteinander und forscht an innovativen Heiz- und Kühlsystemen. Mit diesen lassen sich Betriebskosten senken und die Umwelt schonen. Der MEFA water Wasserwärmetauscher ist eine Errungenschaft aus dem Hause MEFA und bietet eine zukunftssichere Möglichkeit des Heizens und Kühlens. Gebraucht wird dazu außer der modernen Technologie nur eines: Wasser!

Alternatives Kühlen mit dem MEFA water Wasserwärmetauscher

Überall ist der Ruf nach alternativen Heizmethoden laut geworden. Gewünscht werden Systeme, die umweltschonend und günstig zugleich sind. Die auf regenerative Energiequellen setzen und auf die Nutzung fossiler Brennstoffe konsequent verzichten. Doch auch beim Kühlen von Räumen wird Energie benötigt, die ebenso regenerativ sein soll.

Wasser bietet die ideale Möglichkeit, beide Anforderungen zu erfüllen. Gebraucht wird damit lediglich Oberflächenwasser, das mit einer Temperatur von ca. 4 °C genügend Wärme zum Beheizen von Räumen bietet, das aber auch zum Kühlen verwendet werden kann. Die MEFA water Wasserwärmetauscher sind im Bereich der Aquathermie innovativ und präsentieren sich als optimale Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen.

Gebraucht werden dafür lediglich die technische Komponente und Oberflächenwasser aus:

  • Flüssen
  • Kanälen
  • Brunnen
  • Abwasserbecken
  • Grauwassersammelanlagen
  • Sammelanlagen für Prozessmedien

Die MEFA water Wasserwärmetauscher bestehen aus Wärmetauscherplatten, die wiederum aus Polypropylen gefertigt wurden. Sie sind registerartig aufgereiht und weisen einen Abstand von 10 cm zueinander auf. ALU- und EDM-Profile sind mit Edelstahlgestellen verbunden und schwimmend gelagert, was die Ausdehnung der Wärmetauscher bei Erwärmung sicherstellt. Zusätzlich wurden Verteiler in das System gebaut, damit Vor- und Rücklaufleitungen anzuschließen sind.

Mit MEFA water Aquathermie nutzbar machen

Wasser ist ein hervorragender Leiter und das gilt auch für Temperaturen. Somit ist es naheliegend, dass es auch zum Kühlen verwendet werden kann. Die Aquathermie setzt auf Wasser, das teilweise nur rund vier Grad Celsius aufweist. Genutzt wird dabei das Oberflächenwasser, das in die Wasserwärmetauscher gepumpt wird. Nach Kühlung oder Erhitzung kann es in den Kanal zurückgeführt werden, sodass sich ein

Kreislauf ergibt und das Wasser nicht dauerhaft entnommen wird. Inzwischen gibt es erste Erfahrungen durch die Nutzung der Aquathermie auf Hausbooten sowie auf schwimmenden Häusern, die ebenso auf ein Beheizen wie auf ein Kühlen angewiesen sind. Der MEFA water Wasserwärmetauscher arbeitet damit nach dem gleichen Prinzip wie eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, bei der allerdings auf die Nutzung vertikal im Boden befindlicher Kollektoren gesetzt wird. Diese sind beim Wasserwärmetauscher nicht vorhanden, da der Kollektor mit dem Wasser verbunden wird.

Bisherige Standardmodule der MEFA water Wasserwärmetauscher sind für bis zu 30 kW als Einzelwärmetauscher ausgelegt und haben Maße von 1,2 x 3,5 m (MEFA water 1235) bzw. 0,6 x 5,0 m (MEFA water 0650). Beide Module können individuell auf den Kundenbedarf angepasst werden und sind skalierbar sowie kaskadierbar. Die Kosten für die Kilowattstunde Heizleistung für derartige Anlagen liegt bei 0,03-0,05 €/kWh.

MEFA water Wasserwärmetauscher: Installation in ausreichend tiefem Wasser nötig

Damit ein Wasserwärmetauscher arbeiten kann, muss er in 40 bis 50 Zentimeter tiefem Wasser installiert werden. Hersteller empfehlen, Wärmekollektoren für die Aquathermie mindestens 65 Zentimeter tief zu installieren. Da diese Kollektoren nicht bis zum Gewässergrund reichen dürfen, damit die einwandfreie Zirkulation des Wassers jederzeit gegeben ist, müssen noch

MEFA water 3x1235 im Hausboot in den Niederlanden (Foto: MEFA energy systems)

MEFA water 3×1235 im Hausboot in den Niederlanden (Foto: MEFA energy systems)

einmal 40 Zentimeter vom Boden aus abgerechnet werden. Insgesamt ergibt sich damit die Empfehlung, Wasserwärmekollektoren nur in Gewässern zu installieren, die wenigstens 1,40 Meter tief sind.

Wasserwerke stehen der Idee zur thermischen Nutzung der Oberflächengewässer sehr positiv gegenüber. Die Wärmeerzeugung mittels der Wärmpumpe erreicht eine Abkühlung der ohnehin zu warmen Gewässer. Beispielsweise hat die Brauchwassererwärmung in Quartierswärmenetzen mittels der Wärmepumpe, die durch Photovoltaikstrom und Aquathermie angetrieben wird, gleich mehrfahren Nutzen für die Umwelt. Der Photovoltaikstrom und Stromüberschüsse werden bei hoher Solarstrahlung sinnvoll im Eigenbedarf genutzt und die Oberflächengewässer gleichzeitig entwärmt.

Praktische Anwendung der Green Deal Aquathermie in den Niederlanden

Die MEFA water Wasserwärmetauscher sind laut Meinung des Konsortiums aus rund 40 Beteiligten ein erster Schritt in die richtige Richtung. Durch eine steigende Wärmebelastung in zunehmend heißen Sommern ist es wichtig, das Thema Kühlung durch regenerative Energien anzugehen. Mit dem Green Deal Aquathermie der Niederlande wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die Beteiligten aus Forschung, Wirtschaft und Industrie für eine verstärkte Nutzung der Aquathermie sorgen sollen.

In der Interessengruppe, die mit 900.000 Euro vom Ministerium für Wirtschaft und Klima unterstützt wurde, geht es darum, die Forschungen voranzubringen und neue sowie vorhandene Technologien weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll die Gruppe herausfinden, wie praxistauglich die Technologie wirklich ist. Mit dem Green Deal Aquathermie werden alle Kompetenzen in diesem Bereich gebündelt, außerdem wird darauf gesetzt, dass das Konsortium weiter wächst.

Diese „Community of Practice“ soll dafür sorgen, dass der Fortschritt in Sachen moderne Gebäudekühlung bzw. Heizung mit nachhaltigen Ressourcen stärker in den Fokus tritt und die Abkehr von fossilen Brennstoffen endgültig vollzogen werden kann. Der Green Deal Aquathermie wird daher in Zukunft noch auf sich aufmerksam machen.

Über MEFA energy systems

Private Kunden, öffentliche Träger sowie Partner aus der Industrie gehören zur Zielgruppe der MEFA energy systems, die auch auf die Zusammenarbeit mit Installateuren baut. Genau diese sind es, die eine beratende Funktion bei ihren Kunden und damit den entscheidenden Einfluss auf die Installation von Heiz- und Kühlsystemen besitzen.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich aber auch auf Architekten, Hersteller von Wärmepumpen und Fertigteilhäusern sowie Stadtwerken. Unternehmen aus dem Bereich Geothermie setzen ebenfalls auf die Kooperation mit MEFA.

Sämtliche Produkte sind „Made in Germany“, Entwicklung und Produktion erfolgen im unternehmenseigenen Werk in Kupferzell. Dort werden auch Solar-Luftwärmetauscher, Erdabsorber und Eisspeicher hergestellt.

Über den Autor

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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