Aktueller Wettbewerb Schönaich: Roboter im Einsatz für den Umweltschutz

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Beim diesjährigen Wettbewerb in Schönaich in Bezug auf die World Robot Olympiade, kurz WRO genannt, liegt der Fokus ganz auf dem Umweltschutz. Dabei wird aber auch die Technik nicht aus den Augen verloren. Der Wettbewerb ist ausgerichtet für Kinder- und Jugendliche.

Die Rahmenbedingungen zum Wettbewerb

Der Wettbewerb findet jedes Jahr statt und wird ausgerichtet von der Johann-Bruecker Real- und Werkrealschule. Teilnehmer, die mit dabei sein möchten, haben die Möglichkeit, sich bis zum 29. Februar anzumelden. Nach Ablauf der Frist wird dann mit der Arbeit begonnen. So ist es möglich, sich als Teilnehmer für das Finale zu qualifizieren. Dieses Finale findet in Neu-Delhi statt.

Das Thema lautet „Rap the Scrap – Roboter reduzieren, verwalten und recyceln Müll“. Generell ist die Sensibilisierung zum Thema Müll ein wichtiger Faktor und wird nun in Schönaich aufgegriffen. Den Schüler soll bewusst gemacht werden, dass es durchaus möglich ist, moderne Technik auch für den Umweltschutz einzusetzen.

Zugelassen sind alle Teilnehmer mit einem Alter von mindestens 8 und höchstens 19 Jahren. Der Wettbewerb selbst wird in Schönaich am 4. Juni durchgeführt. Die Kategorien sind unterteilt in die Bereiche „Recyclinganlage“ für Senioren, „Mülltrennung“ für Junioren sowie „Haltet euren Schulweg“ sauber.

Mehr Informationen zur WRO

Bei der World Robot Olympiad handelt es sich um einen international durchgeführten Wettbewerb, der für Schüler ausgerichtet wird. Hier kommen unterschiedliche Robotersysteme zum Einsatz, die genutzt werden können. Besonders bekannt ist der Lego Mindstorm. Beim Lego Mindstorm handelt es sich um eine spezielle Produktserien, bei der ein programmierbarer Legostein im Zentrum steht. Mit Hilfe der Serie ist es möglich, Roboter zu konstruieren, die dann in Betrieb genommen werden. Lego Mindstorm wird bereits in vielen Schulen als eines der Lehrmittel eingesetzt. Das Heranführen von Kindern an die Technik ist im Schulplan ein wichtiger Faktor, der einen immer höheren Stellenwert gewinnt.

Bei der World Robot Olympiad wird zwischen drei Wettbewerbsklassen unterschieden. So soll sichergestellt werden, dass die Kinder in ihren jeweiligen Alterskategorien aktiv werden und eine optimale Qualifizierung möglich ist. Unterschieden wird zwischen der Regular Category, der Open Category und der Football Category. Für die beiden erstgenannten Kategorien gibt es Unterteilungen in verschiedene Altersklassen. Die Klasse „Elementary“ ist ausgerichtet für Schüler in einem Alter von 13 bis 15 Jahren. In der Klasse Junior sind Schüler von 13 bis 15 Jahren vertreten und in Senior sind es Schüler von 16 bis 19 Jahren. Die Football Categorie ist ausgerichtet für Schüler ab 10 Jahren bis hin zu 19 Jahren.

Die Regular Category als wichtiger Faktor im Roboterwettbewerb

Die Regular Category ist eigentlich die grundlegende Kategorie für den Wettbewerb. Hier werden in Teams von bis zu drei Personen die Roboter für den Umweltschutz generiert. Die Aufgabenstellungen sind für jedes Land gleich. Der Roboter wird ausschließlich aus Teilen des Herstellers LEGO gefertigt. Wichtig ist es: Für den Wettbewerb selbst muss der Roboter zerlegt mitgeführt werden. Er darf natürlich vorher schon aufgebaut werden, vor Ort muss er dann jedoch innerhalb von 1,5 Stunden wieder zusammengebaut werden. Es gibt verschiedene Überraschungsaufgaben im Wettbewerb, mit denen die Schüler umgehen müssen.

In der Open Category werden die Roboter zwar auch in Bezug zum Thema zusammengestellt, dürfen aber auch aus anderen Materialien gefertigt werden. Dieser Bereich ist dafür bekannt, dass hier besonders kreative Ergebnisse entstehen.

Umweltschutz als Thema im Jahr 2016

Der Umweltschutz hat als Thema immer mehr Bedeutung gewonnen und das spiegelt sich nun auch in dem Wettbewerb. Ziel des Wettbewerbes ist es, dass sich Schüler Gedanken dazu machen, wie sich der Umweltschutz und die moderne Technik miteinander kombinieren lassen. Durch die vorgegebenen Themen gibt es bereits einen Rahmen, der eingehalten werden sollte. Damit greift der Wettbewerb ein Thema auf, das wirklich alle Menschen angeht. In den Jahren seit der Gründung des Wettbewerbes haben sich die Themen stetig weiterentwickelt und für die Schüler wurden immer neue Herausforderungen geschaffen.

Im ersten Jahr der Ausrichtung, im Jahr 2009, ging es um die Entwicklung von artistischen Robotern. Beim nächsten Wettbewerb war das Thema dann „Roboter fördern Tourismus“. Darauf folgten die Themen „Roboter erleichtern das Leben“, „Roboter verbinden Menschen“, „Welterbe“, „Roboter im Weltall“ sowie „Roboter erkunden die Welt“. Die Themen sind also stets darauf ausgerichtet, das Interesse der Teilnehmer zu wecken und gleichzeitig eine Sensibilisierung dafür zu erschaffen, wie sich die Welt ein Stück weit besser machen lässt.

Hinweis: Das Finale findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. In diesem Jahr wird es in Neu Delhi ausgerichtet, im vergangenen Jahr durften die Schüler nach Katar reisen und davor nach Russland sowie nach Indonesien und nach Malaysia.


Bildnachweis: © Fotolia – ktsdesign

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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