Jugend und Umweltschutz: wenn Smartphones die Oberhand gewinnen

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Umweltschutz ist ein großes Thema, allerdings nicht bei der Jugend. Das Interesse der Jugend von heute geht in eine ganz andere Richtung. An erster Stelle stehen Smartphones, Freunde und die neueste Kleidung. Dennoch gibt es einen Lichtblick. Jugendliche teilen gerne und sind damit möglicherweise auch für den Umweltschutz zu sensibilisieren.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Studie in Auftrag gegeben, bei der es um das Umweltbewusstsein junger Menschen heute geht. Die Studie macht deutlich, dass sowohl die Umwelt als auch die Natur keinen hohen Stellenwert haben. Nur jeder fünfte Jugendliche hat Interesse daran, Ruhe in der gesunden Natur zu genießen. Befragt wurden Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 25 Jahren. Die Studie wurde jedoch nicht in Auftrag gegeben, um auf die negativen Aspekte aufmerksam zu machen. Viel mehr war es das Ziel, die Potentiale zu erkennen, die vorhanden sind. So sind Jugendliche in der heutigen Zeit durchaus bereit, die Konsumgüter aus ihrem Eigentum an andere Menschen zu verleihen oder sie auch zu tauschen. Auch wenn dies in erster Linie nichts mit Umweltschutz zu tun hat, so kann hier angesetzt werden.

Gründe für das fehlende Interesse

Die Frage, warum Jugendliche heute nur noch wenig Interesse an Umweltschutz haben, stellt sich dabei natürlich. Die Studie kann diese Frage durchaus beantworten. Als Grund wird angegeben, dass die Jugend heute unter einem großen Druck steht. Sowohl in der Schule als auch in der Ausbildung, an der Universität oder im Beruf ist der Druck groß. Zudem besteht bei vielen Jugendlichen der Wunsch, einen hohen Lebensstandard genießen zu können. Die Studie hat vor allem eines gezeigt: Umweltbewusstsein wird nicht von Generation zu Generation weitergegeben sondern muss immer wieder zu einem Thema gemacht werden. Das gilt vor allem für die Lehrpläne der Bundesländer. Gerade in Bezug auf die Umweltbildung sehen selbst die Jugendlichen noch Potential, das in den Schulen ausgeschöpft werden kann. Ein weiterer Punkt sind die Massenmedien sowie das Internet. Beides wird von Jugendlichen zwar gerne in Anspruch genommen. Das heißt aber nicht, dass sie hier ausreichend über den Umweltschutz informiert werden. Der Umwelt- und auch der Klimaschutz sind wichtig – das weiß die Jugend. Dennoch handelt es sich hierbei um ein Thema, das sehr komplex ist und eine große Herausforderung darstellt. Jugendliche sind daher der Meinung, dass hier die Politik ansetzen muss.

Nach wie vor fällt es Jugendlichen schwer, sich in Verzicht zu üben, das zeigt auch das Konsumverhalten. Vielen Jugendlichen ist bewusst, dass dies die Umwelt belastet. Ein Verzicht ist dennoch nicht möglich.


Bildnachweis: © Fotolia – oneinchpunch

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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