Ist der Umweltschutz Schuld an der Erderwärmung?

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Derzeit macht eine Erkenntnis auf sich aufmerksam, die gerade Umweltschützer erstaunen dürfte. So wird davon ausgegangen, dass die Maßnahmen für die Reinhaltung der Luft einen Einfluss auf die Erwärmung des Klimas haben können. Als Theorie wird der Hinweis auf eine Abkühlung durch Smog aufgerufen.

Die Sonnenstrahlung erreicht die Erde nicht immer mit einer Konstanz. Sie wird durch verschiedene Perioden an Wolken unterbrochen oder verringert. Gerade aus diesem Grund sind die Jahreszeiten besonders wichtig. Im Rahmen dieser Schwankungen und der benannten Variabilität durch die Sonneneinstrahlung kommt es nun zu einer Theorie, die erst einmal sehr erstaunlich klingt. So wird davon ausgegangen, dass die Maßnahmen für eine saubere Luft die Erderwärmung noch unterstützen.

Intensität der Sonnenstrahlung nimmt zu

Messungen machen deutlich, dass die Intensität der Sonnenstrahlen immer mehr zunimmt. Mit der Messung wurde vor nicht zu langer Zeit begonnen. Erst seit 80 Jahren ist es möglich, überhaupt Werte zu erhalten. Begonnen wurde mit der Messung erst einmal in Mitteleuropa. Beim Vergleich der Messungen wird deutlich, dass es zwei Trendentwicklungen gibt. So wurde in den Jahren von 1950 bis hin zu 1985 erst einmal eine Abnahme der Sonnenstrahlung mit Bodenberührung vermerkt. Die letzten 30 Jahre hat aber die Intensität der Sonnenstrahlung wieder deutlich zugenommen. Rund 10 Prozent machen die Unterschiede aus. Die Veränderungen in dieser Höhe können nicht komplett auf die Sonne selbst umgelegt werden. Daher ist die Suche nach einer Ursache eher auf die Atmosphäre ausgerichtet.

Martin Wild, der an der ETH Zürich tätig ist, geht davon aus, dass sich hierbei um eine Verbindung der verringerten Strahlenmenge auf dem Erdboden mit dem erhöhten Schwefeloxidausstoß ziehen lässt. Die Partikel wirken sich auf die Strahlung der Sonne aus. Durch Streuung und Absorbierung verhindern sie, dass die Strahlung in der früheren Menge den Erdboden erreicht. Zudem bilden sich durch die Aerosole mehr Wolken, die ebenfalls für eine Abschattung sorgen.

Der Ausstoß an Schwefeloxid nimmt seit 30 Jahren kontinuierlich ab. So wird allein Deutschland von einer Verringerung in Höhe von 90% ausgegangen. Es kam zu einer geringeren Wolkenbildung und weniger Absorption der Strahlung und damit zu einer Aufhellung. Grundsätzlich ist die Reduzierung von Schwefeloxid positiv zu bewerten, denn der saure Regen hat sich deutlich verringert. Gerade in Bezug auf die Erderwärmung gibt es jedoch schlechte Nachrichten. So scheint es, als würden sich die Schutzmaßnahmen als kontraproduktiv im Kampf gegen die Erderwärmung erweisen – zumindest auf eine indirekte Weise, wie die Ergebnisse zeigen.


Bildnachweis: © unsplash.com – Dikaseva

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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