Umweltschutz und Geld: Multimillionär Michael Otto gibt Tipps

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Im Interview hat der Multimillionär Michael Otto erklärt, welche Bedeutung der Umweltschutz in Bezug auf den Verdienst von Geld haben kann. Zudem wird im Gespräch deutlich, dass der Multimillionär der Meinung ist, Deutschland sollte aus der Kohle aussteigen.

Michael Otto ist der Ökopionier der Unternehmer in Deutschland und ist bereits seit Jahrzehnten im Umweltschutz aktiv. In einem Interview macht er deutlich, dass die Natur einen hohen Stellenwert für ihn hat. Auf seinen Reisen durch die Welt ist ihm bewusst geworden, dass gerade die Naturvölker, die noch im Einklang mit der Natur leben, für die Menschen viel Lernmaterial zu bieten haben. Nachhaltigkeit steht bei den Naturvölkern an erster Stelle und das im Einklang mit der Natur. Michael Otto hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seinem Leben viel für die Umwelt zu tun. Auch für ihn hat die Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert. Das beginnt bereits in seinem Privatleben. Hier hat er seinen Haushalt mit energieeffizienten Produkten ausgestattet und achtet auf den Kauf von regionalen sowie saisonalen Lebensmitteln. Zudem setzt er darauf, durch seine Bekanntheit mehr Menschen für die Umwelt sensibilisieren zu können.

Der Weg zum Umweltschützer

Michael Otto ist kein temporärer Schützer der Umwelt, der gerade einem Trend folgt. Stattdessen hat er mit seinem Engagement bereits in den 1970er Jahren begonnen. Damals hat er für sein Unternehmen Verpackungen fertigen lassen, die aus recycelten Materialien gefertigt werden und hat dies bis heute so beibehalten. In der Anfangszeit ist er mit seinen Veränderungen auf wenig Verständnis gestoßen, vor allem bei seinen Mitarbeitern. Das hat sich jedoch schnell geändert. Inzwischen ist die Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Merkmale des Unternehmens. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass immer mehr Menschen einen Zusammenhang zwischen Umwelt und dem Verdienst von Geld herstellen können. Auch wenn Maßnahmen für den Umweltschutz erst einmal Kosten mit sich bringen, so rentieren sich diese Kosten ganz besonders schnell wieder.

Immer mehr Unternehmen springen auf diesen Zug auf und zwingen damit die Menschen, über Veränderungen nachzudenken. Dies gilt aber auch für Investoren. Zunehmend entscheiden sich die Investoren dafür, in Fonds zu investieren, bei denen das Geld ausschließlich nachhaltig agierenden Unternehmen zugeführt wird.

Veränderungen beim Unternehmen Otto für die Umwelt

Interessant ist natürlich die Frage, was das Unternehmen Otto tut, damit der Umwelt geholfen wird. So macht Michael Otto deutlich, dass es viele kleine Veränderungen gibt, die einen immer größeren Teil des Unternehmens ausmachen. Immer mehr werden Frachten nicht mehr über den Luftweg sondern über die Nutzung von Schienen und See importiert. In der Zustellung an die Kunden kann aus Zeitfenstern gewählt werden. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit, dass Kunden die Lieferung gleich beim ersten Zustellversuch erhalten. Dies ist nicht nur kundenfreundlich sondern auch ein echter Vorteil für die Umwelt. Auch in Zukunft möchte Michael Otto mehr für die Umwelt tun und setzt sich neue Ziele. Bis 2020 soll der derzeitige CO2-Ausstoß des Unternehmens um die Hälfte reduziert werden. Um dies zu erreichen, werden Verbesserungen der Energieeffizienz, der Einsatz von Photovoltaikanlage, Ökostrom und Blockheizkraftwerken durchgeführt.

Keine Unterstützung für die Kohleindustrie

Michael Otto äußert sich im Interview auch zur Kohleindustrie. Die Divestment-Bewegung ist auf dem Vormarsch und sorgt dafür, dass Investoren umdenken. Sie werden aufgefordert, die Investitionen in die fossilen Energieprojekte einzustellen. Michael Otto formuliert seine Gedanken. Er gibt an, dass in seinen Augen die Kohlewirtschaft keine Zukunft hat und aus diesem Grund auch keine Investitionen mehr erhalten sollte. Dazu kommt: Kohlekraftwerke sind weder gut für die Umwelt noch besonders produktiv. Im Moment profitiert aber auch das Unternehmen Otto noch von dem Kohlestrom. Hier weist Michael Otto darauf hin, dass keine Möglichkeit für die Industrie besteht, sofort keinen Kohlestrom mehr in Anspruch zu nehmen. Das braucht Zeit. Die Wirtschaft braucht durch die Politik feste Rahmenvorgaben, damit ein Plan erstellt werden kann. In den Augen von Michael Otto ist es notwendig, dass bis 2050 eine Reduzierung von CO2 um bis zu 95% erfolgt sein sollte. Er geht, gerade in Bezug auf den Weltklimagipfel in Paris davon aus, dass eine Wende in Politik und Industrie zu erwarten ist und optimistische Ziele gesetzt werden, die sich auch einhalten lassen.

Über Michael Otto

Bereits im Jahr 1971 stieg Michael Otto in das Unternehmen seines Vaters ein und wurde nach 10 Jahren zum Vorstandschef gemacht. Mit seinen Veränderungen sorgte er dafür, dass sein Unternehmen weltweit einen hohen Stellenwert einnahm. 2007 entschied er sich, seine Stellung zu wechseln und in den Aufsichtsrat zu gehen. Bis heute ist er hier aktiv. Das Unternehmen des Multimillionärs ist einer der größten Online-Händler weltweit.


Bildnachweis: © Fotolia – rcfotostock

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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