Umweltgerechte Produktion: Voraussetzungen & Grundlagen

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Der Begriff umweltgerechte Produktion ist in den letzten Jahren immer öfter zu hören gewesen, dennoch haben die meisten Menschen nur eine sehr diffuse beziehungsweise rudimentäre Vorstellung von dem Begriff. Lesen Sie im Folgenden, wann Produktion umweltgerecht ist, welche technischen Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen um umweltgerecht zu produzieren und vor welche Herausforderungen die Ingenieure (Ing.) jetzt und in der Zukunft gestellt werden.

Was ist umweltgerechte Produktion?

Stark vereinfacht gesagt bedeutet umweltgerechte Produktion, dass Produkte so erzeugt werden, dass so wenig wie möglich an Umweltbelastungen anfallen. Dies trifft sowohl auf die Gewinnung der Rohstoffe als auch auf Sachverhalte wie möglichst energiesparende Produktion zu. Auch während der Lebensdauer der Produkte und auch im abschließenden Recyclingprozess sollen diese Standards eingehalten werden. Sollte ein Recycling nicht oder nicht vollständig möglich sein, müssen die verbleibenden Reststoffe möglichst umweltschonend entsorgt werden können. Um diese Art der Produktion zu ermöglichen mussten von den Ing. diverse technische Voraussetzungen geschaffen werden, die inzwischen in weiten Teilen der produzierenden Unternehmen zum Einsatz kommen.

Wie sieht umweltgerechte Produktion im Einzelnen aus?

Wie bereits erwähnt ist eine umweltgerechte Produktion ein Zusammenspiel von vielen einzelnen Komponenten, die im Folgenden zur Sprache kommen sollen.

Bereich Energie

Für eine umweltgerechte Produktion haben die Ing. in den Unternehmen viele technische Probleme zu lösen. Vor allem im Bereich der Gewinnung und Bereitstellung von Energie muss von den Ing. im Werk die richtige Konfiguration gefunden werden. Zudem muss diese kostengünstig umsetzbar sein.

Um diese Ziele zu erreichen wird vor allem auf regenerative Energien gesetzt. Hierzu zählen unter anderem die Solartechnik, Windenergie, Energie aus Biomasse und die Wasserkraft. Besonders letztere ist aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der Unternehmen eine Klasse für sich. Aber auch die Rückgewinnung der bei der Produktion entstehenden Wärme gehört für eine umweltgerechte Produktion zum Gesamtpaket.

Lebensdauer der Produkte erhöhen

Zur umweltgerechten Produktion gehört auch, die Lebensdauer der Produkte zu erhöhen um auf diese Weise die Umwelt zu entlasten. Ein Produkt das lange benutzt werden kann, muss nicht so oft neu angeschafft und somit produziert, beziehungsweise entsorgt oder recycelt werden. All dies geht mit erheblichen Energieeinsparungen und somit mit wesentlichen Entlastungen der Umwelt einher.

Auch eventuelle Modeeinflüsse müssen berücksichtigt werden. So waren zum Beispiel vor zehn Jahre noch Fernseher in Gebrauch, die heute im Zeitalter der Flatscreens niemand mehr kaufen würde, beziehungsweise die vom Endanwender bereits vor Ablauf ihrer Lebensdauer durch neue Geräte ersetzt werden. Die technische Umsetzung dieser Probleme liegt wieder bei den Ing. in den jeweiligen Unternehmen.

Umweltgerechte Recycling-Technologien

Recycling innerhalb der umweltgerechten Produktion ist nur dann sinnvoll, wenn man nicht nur die Rückgewinnung von Material im Blick hat, sondern auch die Ressourcen die dafür aufgewandt werden. Gemeint sind hier vor allem das Wasser und die benötigte Energie. Beim Recycling werden oft große Mengen an Trinkwasser zur Reinigung der Materialien verbraucht. Diese müssen bereitgestellt, später gereinigt und auch die Reinigungsrückstände müssen der Entsorgung zugeführt werden. Auch müssen nassgereinigte Materialien unter Umständen durch den Einsatz von Energie getrocknet werden, um wieder in die Produktion einfließen zu können.

Man sieht also, umweltgerechte Produktion ist eine komplexe, technische Herausforderung an die Ing. in den Unternehmen.


Bildnachweis: © morguefile.com – StphanyArana

Über den Autor

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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