Strom für die Kläranlage dank Photovoltaik

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Die Kläranlage in Ried hat einen hohen Strombedarf, der bisher über ein Blockheizkraftwerk bedient wird. Dies reicht aber nicht aus. Daher wird nun eine neue Photovoltaikanlage erbaut, die ebenfalls als Lieferant für den Strom dienen soll. Im Zusammenspiel mit dem Blockheizkraftwerk wird so der Bedarf in Höhe von 75% gedeckt.

Die Planung der Photovoltaikanlage

Für den Bau der Photovoltaikanlage wird ein Bereich ausgewählt, der sich im südlichen Bereich neben dem Belebungsbecken befindet. Der Bau der Anlage wird so durchgeführt, dass sich die Anlage auf einer Erhöhung befindet. Der Vorteil dabei ist der Platz, der hier geschaffen wird. So ist ausreichend Raum, um unter der Photovoltaikanlage ein Salzlager für die Stadt Ried zu bauen. Der Bau des Salzlagers sit ebenfalls für dieses Jahr geplant, wird aber erst zum Winter hin durchgeführt. Anders ist es bei der Photovoltaikanlage. Die Planungen für den Bau machen deutlich, dass bereits im Sommer mit der Umsetzung begonnen werden soll. In den Monaten Juni bis Juli werden erst einmal die Vergaben für die jeweiligen Arbeiten durchgeführt. Vor dem Beginn der Sommerpause folgt dann der Beginn des Baus. Die Planung ist es, die Anlage ab Herbst bereits in Betrieb nehmen zu können.

Die Deckung des Eigenbedarfs

Ganz wird die Photovoltaikanlage den Eigenbedarf der Kläranlage zwar nicht decken. Dennoch geht die Planung in die Richtung, zumindest einen hohen Bedarf abdecken zu können. In erster Linie ist der Plan, bereits vorhandene Dächer der Gebäude auf der Kläranlage mit den Elementen der Anlage zu versehen. Bei einer Kalkulation wurde jedoch deutlich, dass es durchaus Sinn macht, zudem eine komplette Anlage zu bauen. Diese würde neben der Nutzung der Dachflächen zum Einsatz kommen. Erst war es geplant, in diesem Rahmen eine Bodenanlage zu bauen. Allerdings gab es weitere Planungen und so wurde sich für eine aufgeständerte Anlage empfohlen. Durch die aufgeständerte Anlage ergibt sich der Platz für das Salzlager, was noch einmal Kosten spart.

Bisher war die Salzanlage im Salzsilo untergebracht. Das Silo steht auf dem Bauhof-Gelände und ist sanierungsbedürftig. Diese Sanierung wurde aber nicht als praktikabel angesehen. Dann gab es Planungen, dass mit dem Land ein gemeinschaftliches Lager für das Salz gebaut und genutzt werden sollte. Diese Pläne wurden jedoch verworfen. Daher muss der Platz für ein neues Salzlager her. Die Gesamtkosten in der Planung der Photovoltaikanlage sowie des Salzlagers liegen bei rund 400.000 Euro. Das Ergebnis nachdem Bau der Photovoltaikanlage wird, in Zusammenarbeit mit dem Blockheizkraftwerk, wird eine Deckung von 75% des Stroms sein.

Die Aufteilung der Stromfertigung

Bisher wird durch das Heizkraftwerk ein Drittel des Stroms geliefert, der von der Kläranlage benötigt wird. Sowohl das Werk als auch die Photovoltaikanlage werden dann miteinander verbunden. Damit dies funktioniert, muss zudem das Trafo erneuert werden. Dies stammt bereits aus dem Jahr 1980. Wenn alles fertiggestellt ist, wird die Photovoltaikanlage den Strom für den Tag herstellen, das Kraftwerk ist für die Stromversorgung über Nacht zuständig.

Die Kläranlage wurde zwischen den Jahren 1960 und 1987 erbaut und hat daher schon einige Jahre auf den Schultern. Das bedeutet auch, dass nach und nach Teile der Anlage Schritt für Schritt erneuert werden müssen. Noch in diesem Jahr sollen die Faultürme, die sich auf dem Gelände der Kläranlage befinden, erneuert werden. Die Faultürme wurden in den 1960er Jahren erbaut und sind in einem nicht mehr optimalen Zustand. In diesem Jahr sollten die Türme erst entleert und dann überprüft werden. Eine neue Beschichtung im Innenbereich sowie eine Erneuerung der Leitungen sind geplant. Allerdings gibt es bereits Änderungen der Pläne. Wenn es der Zustand der Türme ermöglicht, dann wird die Sanierung noch bis auf 2017 verschoben. Allein die Sanierung der Türme wird einen Betrag in Höhe von 300.000 Euro in Anspruch nehmen.

Die Kläranlage wird durch den Reinhaltungsverband Ried beaufsichtigt. Sie wurde erbaut, damit die Schmutzwässer der Stadt sowie der Umgebungsgemeinden, die sich in direkter Nähe befinden, gereinigt werden.

Heizkraft durch Photovoltaikanlage ein technischer Fortschritt

Erneuerbare Energien sind immer mehr auf dem Vormarsch. Sie haben vor allem den Vorteil, dass sie optimal für die Umwelt sind und diese nicht belastet wird. Auch wenn die Kosten für den Bau der Photovoltaikanlage erst einmal hoch sind, so rentiert sich die Ausgabe schnell. Durch die Übernahme der Stromversorgung der Kläranlage am Tag wird die Stadt Ried entlastet. Die Kläranlage kann weiter ihre Aufgabe übernehmen. Optimal ist die Planung einer höher stehenden Anlage. Dadurch wird, mit dem Bau des Salzlagers, Platz gespart. Dieser Platz hätte sonst für das Salzlager noch einmal separat zur Verfügung gestellt werden müssen. Damit öffnet sich die Stadt Ried dem Fortschritt.


Bildnachweis: ©

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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