Weniger Einsatz von Mineraldünger mit Phosphat

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Auch wenn es sich bei Phosphat um ein gut verträgliches Produkt handelt, so ist jedoch zu bedenken, dass die Ressourcen begrenzt sind. Daher wird nun darüber nachgedacht, auf Mineraldünger mit Phosphat zu verzichten und so eine Schonung der Ressourcen zu unterstützen.

Viele Dünger sind mit Phosphat angereichert. Gerade im Bereich der Landwirtschaft kommen die Mineraldünger häufig zum Einsatz. Allerdings handelt es sich bei Phosphat um einen Rohstoff, der immer weniger gewonnen werden kann. Die begrenzten Vorkommnisse sorgen dafür, dass ein Umdenken stattfinden muss, wie auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) deutlich macht.

Was macht Phosphat im Mineraldünger?

Eine Frage, die sich im Rahmen dieser Entscheidung stellt, ist die nach der Bedeutung von Phosphat im Mineraldünger. Der natürliche Rohstoff ist nicht nur für Menschen und Tiere sondern auch für Pflanzen wichtig. Durch den Bestandteil an Phosphat im Dünger wird dafür gesorgt, dass Blumen, Pflanzen und Rasen deutlich besser wachsen. Phosphat findet sich sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Zellen. Daher ist es nur logisch, dass es über den Dünger ebenfalls zugeführt wird. So kann der Kreislauf am Leben gehalten werden. Allerdings geht der BUND davon aus, dass diese Einschätzung noch einmal überdacht werden muss. So sollte bedacht werden, dass Phosphat aus dem Mineraldünger, welches über den Boden ins Grundwasser gelangt, zukünftig verloren ist. Vom Grundwasser geht es über in Fluss, See und Meer und kann hier nur mit viel Aufwand zurückgewonnen werden. Durch die Verdünnung der hohen Wassermengen in Meeren und Seen ist der Aufwand jedoch nicht vertretbar.

Dazu kommt – wenn zu viel Phosphat im Wasser ist, dann wird das Wachstum der Algen unterstützt. Dies kann ungewünschte Folgen haben. Daher gilt es nun darüber nachzudenken, nicht mehr in dem Maße zum Mineraldünger mit Phosphat zu greifen, wie es bisher der Fall ist.

Was sind die Alternativen?

Wenn der Einsatz von Mineraldünger mit Phosphat reduziert werden soll, dann muss es auch Alternativen geben, die eine ähnliche Wirkung haben. Gerade in der Landwirtschaft kann auf Dünger nicht verzichtet werden. Hier kann es sich durchaus lohnen, zurück zum Ursprung zu gehen. Es war lange Zeit ganz normal, dass Gülle sowie Stallmist als Dünger eingesetzt wurden. Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Landwirte optimaler Weise ebenfalls wieder auf Gülle und Stallmist umsteigen sollten. Auf diese Weise können die Ressourcen beim Phosphor besser geschont werden.

Auch Hobbygärtner sollten genau überlegen, ob der Mineraldünger wirklich notwendig ist. Hier bietet es sich an, eine Bodenuntersuchung durchführen zu lassen. Mit der Bodenuntersuchung lässt sich herausfinden, wie hoch der Nährstoffgehalt im Boden ist. Häufig braucht der Boden gar keine zusätzlichen Nährstoffe, da der Kreislauf intakt ist. Wenn ein Garten richtig und gut betreut wird, dann heißt dies auch, dass die Zuführung von Nährstoffen eigentlich nicht notwendig ist. Natürlich können die Bodenuntersuchungen aber auch ergeben, dass es durchaus notwendig ist, Nährstoff über Dünger zuzufügen. Aber auch hier gibt es Alternativen zum Mineraldünger. In vielen Gärten ist ein Kompost angelegt, der durchaus sehr guten Dünger liefern kann. Doch nicht in jedem Garten ist ausreichend Platz, um einen Kompost anzulegen und nicht jeder Hobbygärtner möchte einen Kompost im Garten haben. Daher gibt es hier die Ausweichmöglichkeit, sich Kompostdünger bei den Kommunen zu holen. Eine weitere Variante ist es, bei Bauern und Landwirten nachzufragen, ob möglicherweise Pferdedung zur Verfügung gestellt werden kann. Lange Zeit war dies für viele Gärtner eine optimale Möglichkeit, um Dünger zu erhalten, der reich an Nährstoffen ist. Daher kann es sich durchaus lohnen, diesen Weg zu beschreiten und so auch im privaten Bereich dafür zu sorgen, dass der Verbrauch von Mineraldünger deutlich sinken kann und der Rohstoff geschützt wird.


Bildnachweis: © Fotolia – weerapat1003

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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